Allegra Versace spricht über ihre Magersucht

Die schlimmste Zeit ihres Lebens

Allegra Versace stand seit ihrer Geburt immer in der Öffentlichkeit, obwohl sie selbst eher die Anonymität schätzt. Ihre einzige Flucht schien die Magersucht zu sein, über die sie 2007 das erste Mal öffentlich sprach. Nun gab sie erneut ein Interview über die schwerste Zeit ihres Lebens.

Was viele Menschen sich wünschen, hatte Allegra Versace von Geburt an: Ein Leben in einer Glitzerwelt mit viel Geld, Schönheit und unermesslichem Luxus. Doch genau das wollte Allegra Versace, die Tochter der Modedesignerin Donatella Versace nie und flüchtete sich deshalb in eine schwere Magersucht, diesie fast das Leben gekostet hätte.

Gegenüber dem Magazin „La Republica“ erzählte Allegra Versace nun, wie schwer diese „Zeit des Nichtvorhandenseins“ für sie war:

„Ich war in anderen Gedanken verloren und konnte mich mit der Realität nicht auseinandersetzen, meine Augen waren von allem anderen abgeschirmt. Über allem anderen stand die Tatsache, dass ich nur eines wollte – ich wollte niemand sein, nicht erkannt werden, nicht verfolgt.“

Sie wollte, wie sie selbst erzählt, ein normales, ungestörtes Leben führen. Sie fing an Theaterwissenschaften zu studieren und nahm kleine Rollen in Indepent-Filmen an, um aus ihrem Leben zu flüchten.

„Trotzdem, egal wo ich hinkam, ich war eine Versace. Ich konnte nicht flüchten und das tat mir weh. Ich habe Los Angeles gehasst!“

Vier Jahre später hat sich an ihrem Wunsch nach Anonymität nichts geändert, wenn es ihr auch besser geht, als noch 2007, als sie ihre Magersucht erstmals bekanntmachte:

„Ich bevorzuge noch immer die Anonymität. Ich habe viel Zeit damit verbracht, mit einem nicht-italienischen Designer zu arbeiten. Ich helfe ihm dabei, Fashion Shows zu organisieren, mit der Werbung und auch mit dem kreativen Teil. Aber das Beste an diesem Job ist, dass ich ein Niemand bin ...“

Auch wenn Allegra noch heute an ihr Leben als Versace-Erbin gewöhnen muss, so gewöhnt sie sich doch langsam an den Trubel um ihre Person. Und vielleicht tritt sie trotz ihrer Sehnsucht nach Anonymität doch eines Tages das Erbe des Luxus-Labels an ...