Michael Jackson Prozess: Erneute Vorwürfe gegen Murray

Mediziner äußert sich gegen ehemaligen Leibarzt

Im Prozess um den Tod von Michael Jackson, bei dem Conrad Murray angeklagt ist, meldete sich gestern der Arzt Nader Kamangar zu Wort und erklärte Murrays Verhalten für grob fahrlässig.

In Los Angeles trat am gestrigen Donnerstag, der vorerst letzte Zeuge, der Mediziner Nader Kamangar, vor Gericht. Er nannte die Behandlung von Michael Jackson durch seinen damaligen Leibarzt Conrad Murray: Unmenschlich, unfassbar und beunruhigend.

Dr. Kamangar ist Mediziner an der University of Los Angeles und erklärte, dass Schlaflosigkeit, unter der auch Michael Jackson litt, ein häufiges Problem auf seiner Intensivstation sei, weshalb er das Narkosemittel Propofol täglich einsetzen würde. Jedoch beschrieb er, dass es mit extremer Vorsicht verabreicht werden muss, da es unberechenbar sein kann. Insbesondere wenn es mit anderen Beruhigungsmitteln verabreicht wird, wie im Fall von Michael Jackson.

Der Arzt verurteilte nicht nur den viel zu späten Anruf Murrays beim Notarzt, sondern erklärte auch sein Verhalten gegenüber seinem Partienten Michael Jackson, für grobe Fahrlässigkeit. Murray hätte dem Sänger niemals Beruhigungsmittel geben dürfen, da er dehydriert war und dadurch niedrigen Blutdruck hatte – die Zeichen stehen nach dieser Aussage noch schlechter für den Angeklagten.

Nächste Woche beginnt die Verteidigung mit der Anhörung ihrer Zeugen – wir dürfen gespannt sein ...