Michael Jackson Prozess: Narkose-Experte gegen Conrad Murray

Steven Shafer belastet den Leibarzt

Narkose-Experte Steven Shafer sagte beim Prozess gegen Conrad Murray, dem ehemaligen Leibarzt von Michael Jackson, aus. Er bestätigte den Vorwurf, dass Murray Jackson das Propofol nicht vorschriftsmäßig verabreicht hat.

Der Prozess um den Tod von Michael Jackson wurde gestern, 19. Oktober, in Los Angeles fortgesetzt. Der Experte für Narkosen Steven Shafer bestätigte noch einmal, dass Michael Jackson an einer Überdosis des Narkosemittels Propofol starb. Zudem konnte das Medikament Lorazepram in seinem Blut nachgewiesen werden.

Laut Shafer habe Murray das Medikament einfach falsch angewendet und gegen die gängigen Standards beim Umgang mit dem Medikament verstoßen, was dem Leibarzt bereits zuvor von anderen Zeugen vorgeworfen wurde.

,,Propofol ist ein außergewöhnliches Medikament. Ich möchte, dass die Menschen verstehen, dass es ein gutes Medikament ist, wenn es von jemandem verabreicht wird, der etwas davon versteht“, so der Experte. Denn seit dem Tod von Michael Jackson durch das Narkosemittel fragen ihn immer wieder Patienten im OP, ob sie auch das Mittel welches Michael Jackson umgebracht hat, zur Narkotisierung bekommen.

Zur Anschauung der richtigen Verwendung von Propofol wurde danach ein Video abgespielt, welches den täglichen Einsatz des Mittels in einem Krankenhaus zeigt. Dieses unterstrich die Notwendigkeit, bei Auffälligkeiten nach Verabreichung sofort Hilfe zu rufen. Das soll Murray nicht getan und zu spät die Notärzte alarmiert haben.

Wenn Conrad Murray für schuldig an dem Tod von Michael Jackson befunden wird, drohen ihm bis zu 4 Jahre Haft. Wir beobachten den Prozess weiter.