Thomas D.: Kritik an Dieter Bohlen

Ehrliche Worte zu Casting-Shows

Ab dem 12. Januar sucht Thomas D. gemeinsam mit Stefan Raab und Alina Süggeler ein Gesangstalent in "Unser Star für Baku" - dem deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest. Und obwohl er selbst auf Casting-Tour geht, kritisiert er Kollegen wie Dieter Bohlen und Co. und will sich von ihnen distanzieren.

Dass er sich im Musikbusiness auskennt, ist keine Frage: Thomas D. ist Teil der Erfolgsgruppe "Die fantastischen Vier" und seit über 20 Jahren mehr als erfolgreich. Nun macht er sich gemeinsam mit Stefan Raab auf die Suche nach einem deutschen Gesangstalent für den Eurovision Song Contest in Baku, Aserbaidschan.

Doch bevor es überhaupt losgeht, holt Thomas D. im Spiegel-Interview ordentlich aus. Er will sich mit "Unser Star für Baku" von den übrigen Casting-Shows distanzieren, die seiner Meinung nach zum Teil inszeniert seien: 

"Mich nerven diese Überzeichnungen, wenn etwa in diesen Shows genau ein Zuschauer genau im richtigen Moment aufspringt. Das ist ja erst im Nachhinein so komponiert. Wir sind live und können schon deshalb nicht in der Nachbearbeitung überdramatisieren."

Mit dem Gewinner der Show hat der 43-Jährige Großes vor:

"Ich will mit dem Sieger ein Album machen, das sich abhebt von den sonstigen 08/15- Alben von Castingshow-Gewinnern. Ich will etwas präsentieren, das die Bezeichnung Kunst verdient."

Aber nicht nur musikalisch will er sich von den übrigen Casting-Show-Talenten abheben. Auch der Umgang mit den Kandidaten soll freundlicher sein, als zum Bespiel bei DSDS-Chef-Juror Dieter Bohlen:

"Als Jurypräsident bin ich er sicherlich nicht wie Dieter Bohlen", sagte Thomas D. Ihm missfalle "dieser menschenverachtende Gestus". Aber: "Wenn etwas Mist ist, dann muss dazu auch 'Mist' gesagt werden."

Ehrlichkeit währt am längsten - das stimmt. Und hoffentlich kann Thomas D. mit diesen Vorsätzen auch ein Gesangstalent ausfindig machen. Wir werden seine Suche gespannt verfolgen!

"Unser Star für Baku", ab dem 12. Januar 2012 auf ProSieben und ARD, jeweils um 20.15 Uhr.