Enkel des spanischen Königs schießt sich in den Fuß

Unfall weckt Erinnerungen an Tragödie von 1956

Spanien im Schockzustand: Felipe Juan Froilán, der 13 Jahre alte Enkel des spanischen Königs Juan Carlos, hat sich bei einer Schießübung versehentlich in den Fuß geschossen. Zwar kam der Junge einigermaßen glimpflich davon, doch der Unfall weckt schlimme Erinnerungen...

Schock für den spanischen König Juan Carlos: Bei Schießübungen hat sich sein ältester Enkel Felipe Juan Froilán in den Fuß geschossen!

Wie das Königshaus am Dienstag, 10.4., mitteilte, hatte sich der Unfall am Ostermontag bei Schießübungen auf einem Landgut des Vaters des Jungen in der Gegend von Soria in Nordspanien ereignet. Der 13-Jährige sei in Madrid am Fuß operiert worden und müsse ein paar Tage im Krankenhaus bleiben.

Die Schießübungen mit einem Gewehr hatte der Junge zusammen mit seinem Vater gemacht, dem Bankier Jaime de Marichalar. Dabei löste sich versehentlich ein Schuss. Der Junge wurde von Schrotkugeln im rechten Fuß getroffen.

Der Schießunfall weckt traurige Erinnerungen an das Jahr 1956. Damals war Alfonso, der damals 14-jährige jüngere Bruder von Juan Carlos, durch Schüsse in dessen Beisein getötet worden.

In einer offiziellen Stellungnahme hieß es damals, aus der Waffe von Alfonso habe sich ein Schuss gelöst, als er diese reinigte. Historiker bezweifeln diese Darstellung allerdings.

Zum Glück verlief diesmal alles deutlich glimpflicher als 1956. Dennoch sollte sich die spanische Königsfamilie fragen, was 13-Jährige bei gefährlichen Schießübungen überhaupt zu suchen haben.

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