Wegen Zigaretten-Werbung: Dieter Bohlen verklagt Deutschland

Als Nichtraucher hört bei ihm der Spaß auf

Dieter Bohlen geht wegen einer Plakatkampagne auf die Barrikaden. Der Mann, der bei "Deutschland sucht den Superstar" gern verbal draufhaut, zieht vor den Menschenrechtsgerichtshof.

Was haben Prinz Ernst August von Hannover, 58, und Dieter Bohlen, 58, gemeinsam? Beide verklagen derzeit die Bundesrepublik Deutschland - wegen Verletzung der Menschenrechte!

Grund für die Klage ist eine Werbekampagne der Zigarettenmarke "Lucky Strike". Das Motiv spielt auf Bohlens Buch "Hinter den Kulissen" an. Nach der Klage mehrerer Promis mussten nämlich etliche Passagen in dem Buch geschwärzt werden.

Und genau da setzt die Reklame an: Einige Wörter sind durchgestrichen - und eine Belehrung an den "DSDS"-Juroren folgt: "Schau mal, Dieter, so schreibt man Bücher." Aufgrund dessen klagt Dieter wegen Verletzung der Menschenrechte.

Gegenüber "Bild.de" äußerte sich der "Pop-Titan" dazu folgendermaßen: „Ich verstehe doch Spaß. Aber der hört bei mir als Nichtraucher auf, wenn ein Tabakkonzern auf meine Kosten Werbung macht. Das finde ich nicht in Ordnung.“

Nachdem Bohlen vor dem Hamburger Landgericht und dem dortigen Oberlandesgericht gegen "Lucky Strike" gewonnen hatte, hob der Bundesgerichtshof die Urteile auf. Eine Verfassungsbeschwerde Bohlens scheiterte im Anschluss.

Der nächste juristische Schritt für Dieter Bohlen ist nun, Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof auf Schadenersatz zu verklagen. Was er nun auch tut.

Mit von der Partie ist laut "Bild"-Informationen auch Prinz Ernst August von Hannover. Der sieht sich ebenfalls durch ein Motiv der Kampagne (eine verbeulte Zigarettenschachtel, darüber der Spruch "War das Ernst? Oder August?") verunglimpft fühlt. 

Ob die Beiden mit ihren Klagen vor dem höchsten europäischen Gericht Erfolg haben werden, zeigt sich in den kommenden Monaten. Wir sind gespannt!

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