Alexander Klaws: „Ich habe immer nach neuen Herausforderungen gesucht"

Über Grenzen, Erfolg und die große Liebe

Zwölf Jahre nachdem er die erste Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" gewann, ist Alexander Klaws, 32, noch immer eine feste Größe im deutschen Showbiz. Mit "Auf die Bühne, Fertig, Los!" bringt er nach fünf Jahren endlich sein neues und sechstes Album auf den Markt. Zur Erholung hat der 32-Jährige diese Pause aber keineswegs genutzt, wie er im Interview mit IN verrät.

Fünf Jahre sind seit dem letzten Album vergangen. Was hast du diese lange Zeit über getrieben?

Alexander Klaws: Für mich ist es eine unglaublich intensive Zeit gewesen, weil ich sowohl beruflich als auch privat viele Dinge erlebt und gemacht habe, die mich wahnsinnig geprägt haben. Dazu gehören natürlich die Hauptrolle beim Musical „Tarzan“ und auf einmal per Du mit meinem großen Idol Phil Collins zu sein. Dann natürlich der Auftritt bei „Let’s Dance“. Es war jetzt auch echt an der Zeit für ein neues Album, sonst wäre ich vor Song- und Text-Ideen übergelaufen. Es gab wirklich nicht eine Ruhephase für mich in den letzten fünf Jahren.

Ein Traum, der in Erfüllung geht

Mit 32 Jahren bist du ja ein recht alter Hase im deutschen Showbiz. Bist du da angekommen, wo du nach dem Sieg bei DSDS hinwolltest?
 
Alexander Klaws: Mein Ziel war damals, dass ich auch 2015 auf jeden Fall noch auf der Bühne stehen will. (lacht) Ich habe noch viele große Ziele und Träume, aber dass ich jetzt hier stehe und mein mittlerweile 6. Studioalbum veröffentliche ist schon ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist.
 
Wie hast du es geschafft, deinen Namen zur Marke zu machen, während die meisten anderen DSDS-Gewinner in der Versenkung verschwanden?
 
Alexander Klaws: Ich habe versucht, mir immer neue Ziele zu stecken, und nach der nächsten Herausforderung gesucht. Ich wollte Musik machen und auf der Bühne stehen. Es gibt Leute, die geben sich mit den Grenzen zufrieden, die ihnen gesteckt wurden, ich nicht. Ich habe „Tarzan“ gespielt, hatte vorher keine Ahnung von Akrobatik. Aber ich habe keine Scheu davor, meine Komfortzone zu verlassen, auch Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen.

Liebe kann man nicht planen

Dein neues Album „Auf die Bühne, fertig, los“ hat unter anderem die große Liebe zum Thema, die auch dann stark ist, wenn man von der geliebten Person weit weg ist…
 
Alexander Klaws: Mit meinem letzten Album hatte ich mehr die „Friede Freude Eierkuchen“-Liebe thematisiert. Mit meiner jetzigen Beziehung habe ich eben die Liebe, die oft auch räumlich getrennt ist. Auch wenn wir uns eine Woche nicht sehen, haben wir beide das Gefühl, immer in der Nähe des anderen zu sein.
 
Hattest du damals die Liebe gesucht, oder kam sie direkt zu dir?
 
Alexander Klaws: Ich kam damals direkt aus einer gescheiterten Beziehung und hatte nicht vor, mich gleich in die nächste zu stürzen. Doch dann stand sie vor mir und ich dachte: Was ist das denn jetzt los? (lacht) Liebe ist etwas, was man nicht planen kann.
 
Deine Freundin Nadja ist Musical-Darstellerin und hat dir bei „Tarzan“ als Trainerin das Fliegen am Lianenseil beigebracht. Kannst Du dir gut von einer Person was sagen lassen, die du liebst?
 
Alexander Klaws: Logisch. Klar gibt es immer Reibungspunkte, aber in dem Moment ist sie meine Kollegin und was das Fliegen anging, meine Chefin und in diesen Momenten nicht meine „Freundin“. Es ist aber schon eine Herausforderung, das trennen zu können, aber das klappt bei uns sehr gut.