Amy Brenneman - Intimes Geständnis: "Ich hatte eine Abtreibung"

Der "Für alle Fälle Amy"-Star will anderen Frauen Mut machen

Viele kennen Schauspielerin Amy Brenneman, 51, wahrscheinlich noch aus ihrer Rolle der „Amy Gray“ aus der US-amerikanischen Serie „Für alle Fälle Amy“. In ihrer Rolle setzte sich die sympathische Brünette als Richterin vor allem für Familien ein, in der Realität hat sie ein nicht weniger wichtiges Anliegen: Amy macht sich seit Jahren für das Recht der Frauen auf Abtreibung stark und machte dafür nun ein intimes Geständnis…

"Ich hatte eine Abtreibung"

Das Thema Abtreibung wird in den Vereinigten Staaten derzeit wieder stark diskutiert. Besonders im Fokus steht momentan der Bundestaat Texas, der 2013 ein so strenges Abtreibungsgesetz erließ, dass mittlerweile knapp 75 Prozent der Kliniken von der Schließung bedroht sind, weil sie die strengen Auflagen nicht erfüllen können. Ein wichtiges Thema, wie offenbar auch Schauspielerin Amy Brenneman fand. Die "Private Practice"-Darstellerin äußerte sich nun in einem eigens verfassten Artikel zu der aktuellen Diskussion und machte ein intimes Geständnis:

Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass eine Entscheidung, die ich mit 21 getroffen habe, Futter für Schlagzeilen werden könnte. Ich hatte eine Abtreibung. Ich war eine der Frauen, die sich das im Grundgesetz verankerte Recht genommen hat, und gehöre, wie eine Studie kürzlich zeigte, zu den 95 Prozent der Frauen, die es nicht bereut hat,

beginnt die 51-Jährige ihren Artikel, den sie auf "Cosmopolitan.com" veröffentlichte.

Amy bereut die Abtreibung nicht

Amy macht absolut keinen Hehl aus ihrer Entscheidung aus vergangenen Tagen und scheint den entscheidenden Schritt nicht zu bereuen. Die Schauspielerin studierte damals an der renommierten "Harvard University" in Boston, als sie sich für eine Abtreibung entschied. Weiter erklärte sie, aus welchem Grund sie mit ihren eigenen Erfahrungen den Schritt an die Öffentlichkeit ging:

Ich glaube daran, dass einige private Geschichten öffentlich werden müssen, damit die Schuld und Scham, selbst wenn wir sie nicht wahrgenommen haben, durch das Teilen unserer Geschichte verschwindet. Wir Frauen werden sowieso sehr oft mit Scham konfrontiert - aus ganz unterschiedlichen Gründen. Das führt dazu, dass wir glauben, zum Schweigen verdammt zu sein, aber Schweigen hat noch nie etwas gebracht.

Anderen Frauen Mut machen

Seit Jahren engagiert sich Amy Brenneman aktiv für das Recht auf Abtreibung, aber auch für eine Verschärfung des Waffengesetzes. Weiter schrieb sie:

Ich bin mit der Bürgerrechtsbewegung aufgewachsen. Ich wurde von Eltern erzogen, die glaubten, dass eine Frau das Recht hat, über ihren eigenen Körper zu bestimmen. Meine Mutter brachte mir bei, dass es in der Gesellschaft eine unaufhaltsame Bewegung hin zu Gerechtigkeit und Gleichberechtigung gibt. Sie brachte mir bei, dass Frauen das Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück haben, genauso wie sie den Schutz durch die Verfassung genießen. Das bedeutet, dass alle Amerikaner, Männer und Frauen, entscheiden sollten, wann sie Eltern werden wollen,

stellte Amy in ihrem Artikel klar.

Seit 1995 ist Amy mit dem Regisseur Brad Silberling verheiratet, den sie 1993 bei den Dreharbeiten zu der Serie „NYPD Blue“ kennengelernt hatte. Das Paar hat zwei Kinder.