Benjamin Boyce über das „CitA”-Comeback: „Ich hätte so gerne mitgemacht”

Der Ex-Boygroup-Star erklärt, was wirklich passiert ist

Sie waren die Herzensbrecher der Neunziger und auch ihre Rückkehr fordert ein gebrochenes Herz. Caught in the Act wieder da - zu dritt. Bei den Plänen zur Reunion von „Caught in the Act” wurde Sänger Benjamin Boyce, 47, übergangen. Im exklusiven Interview mit dem Magazin IN spricht der Sänger jetzt Klartext.

Benjamin Boyce zu IN: „Wie die meisten wissen, haben wir Jungs von ‚Caught in the Act‘ uns in diesem Jahr bereits zwei Mal getroffen und natürlich auch über ein Comeback gesprochen. Selbstverständlich konnte ich mir das, zu diesem Zeitpunkt, auch gut vorstellen! Als letzte Woche alle bei Facebook gepostet haben, sie sind in Amsterdam im Studio, war ich erst etwas überfordert. Ursprünglich hatten wir mit dem Management, von Caught in the Act abgesprochen, dass es am 16.12.2015, eine Pressekonferenz gibt, nach der wir dann ein Statement zum Comeback abgeben.“

"Wir haben alles besprochen und uns unsere Gefühle gesagt"

Denn erst wollten sie alle vier zusammen neu durchstarten! „Wir haben uns im April in Amsterdam getroffen und über eine eventuelle Reunion geredet. Damals war sich Bastiaan noch nicht sicher. Aber es war ein sehr schönes Meeting, ein besonderer Moment, uns nach all den Jahren wiederzusehen. Ich war nervös, wir alle hatten Herzklopfen. Ich habe gesagt, ich mache auf jeden Fall mit, hatte voll Bock darauf. Wir haben alles besprochen und uns unsere Gefühle gesagt."

Monate voller Glück und Vorfreude, dann das zweite Gespräch: „Es hieß, dass es auch eine Tour geben wird. Ich habe gesagt, dass es ein Problem geben wird, weil ich meine eigenen Sachen habe und die schon zugesagten Auftritte einhalten möchte - das bin ich meinen Fans schuldig und will meinen Manager nicht hängen lassen, nach allem, was er für mich vorbereitet hat. Aber ich könnte erstmal bei der Reunion dabei sein. Letztendlich hat man bzgl. der Reunion in Berlin, jedoch gemeinsam entschieden, dass dies den Fans einen falschen Eindruck, im Hinblick auf eine bevorstehende Tour geben würde, bei der ich dann nicht mehr dabei bin.“

Wurde der Ex-Boygroup-Star ausgebootet?

Benjamin ist fassungslos über das Statement seiner Kollegen, er habe "keine Lust" aufs Comeback gehabt. „Was soll das? Ich habe das niemals so gesagt! Schrecklich, wenn das die Leute denken. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Jungs das gesagt haben. Es geht um Respekt! Ich war einer derjenigen, die wieder was starten wollten, habe Lee benachrichtigt und in Interviews darüber geredet. Es wäre unrealistisch gewesen, zu fordern, dass die Drei auf mich warten. Aber keiner hat gesagt: Mach es oder lass es. Es hat mich im Bauch gequält, desto mehr ich darüber nachgedacht habe. Am Tag vor der Meldung habe ich noch mit Lee gesimst.“

Kein böses Wort

Trotzdem verliert er kein böses Wort über die Band: „Ich bin nicht böse, eher enttäuscht. Ich finde es einfach schade. Es ist wirklich nicht leicht für mich. Die Fans kennen mich, die wissen, dass Gefühl dabei ist. Die werden nicht akzeptieren, wenn da sowas Kurzfristiges kommt, ohne Gefühl. Die Jungs sind einfach vorausgegangen mit ihren Plänen. Dinge müssen auch wachsen. Ich folge meinem Herzen. Und wünsche den Jungs wirklich von Herzen viel Glück!“

Ihr Song "Love is everywhere" schoss CiTA einst in den Pop-Himmel. Zumindest bei Ben ist die Liebe noch der Antrieb. Benjamin beendet das Interview, mit: „Ich wünsche allen Lesern, auf diesem Wege eine schöne Weihnachtszeit und alles gute für 2016!“