"Let's Dance"-Daniel Hartwich: "Hört auf" – Meinungsverschiedenheit mit RTL

Das bringt den Moderator auf die Palme

Abseits der TV-Kameras sucht Daniel Hartwich, 42, kaum das Rampenlicht. Nun gab der Moderator einen seltenen Einblick hinter die Kulissen von "Let's Dance" – und verriet, in welchem Punkt er sich mit Sender und Stylisten-Team uneinig ist ...

Daniel Hartwich: "Mein Bedürfnis nach Selbstdarstellung ist befriedigt"

Viele RTL-Sendungen wie das "Supertalent", das Dschungelcamp oder "Let's Dance" sind für die Zuschauer ohne Daniel Hartwich als Moderator kaum vorstellbar. Seine sympathische Art und die schlagfertigen Sprüche haben den 42-Jährigen in kürzester Zeit zu einem der beliebtesten deutschen TV-Gesichter gemacht. Wenn er nicht gerade für eine seiner Sendungen vor der Kamera steht, meidet Hartwich allerdings bestmöglich das Rampenlicht. Interviews gibt er nur selten.

Umso größer war die Freude jetzt bei RTL-Kollegin Frauke Ludowig, 57, als sie Daniel doch für ein Gespräch vor die Linse bekam. Er verrät:

Mein Bedürfnis nach Selbstdarstellung ist durch die Sendung absolut befriedigt.

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Bei "Let's Dance" fällt Daniel nicht nur durch sein Moderations-Talent auf, sondern auch durch bunte Fashion-Statements wie ausgefallene Leoparden-Schuhe. Dafür ist allerdings nicht er selbst verantwortlich, sondern seine Stylistin. Auf das Thema Fashion ist der 42-Jährige tatsächlich nicht besonders gut zu sprechen, denn wenn es nach ihm ginge, dann würde sein hoher Verschleiß an Anzügen in der RTL-Tanzshow deutlich geringer ausfallen:

Ich weiß nicht, wie viele schwarze Anzüge man mir schon für Sendungen besorgt hat. Und ich sage immer: 'Hört auf, schwarze Anzüge zu kaufen.' Ist doch egal. Wenn ich einen passenden schwarzen Anzug habe, dann reicht das doch. Das fällt ja keinem auf.

 

 

"Ich bin mit mir selbst sehr ehrlich"

Am Ende sind es Aussagen wie diese, die Daniel für das Publikum so sympathisch machen — und ihm auch den Weg in eine große TV-Karriere geöffnet haben. Denn während seines ersten Praktikums bei einem Radiosender wäre sein Talent fast unentdeckt geblieben.

In den Neunzigerjahren studiert Hartwich Germanistik und Politikwissenschaften, doch sein großer Wunsch ist es Radiomoderator zu werden. Als er endlich ein heiß ersehntes Praktikum bekommt, folgt schnell ein krasser Dämpfer. Denn zunächst wird er nur fürs Kaffeekochen und Kopieren eingesetzt. Daniel sucht daraufhin selbstbewusst das Gespräch mit seiner Vorgesetzten:

Ich bin am zweiten Tag zur Chefin und habe gesagt: 'Ich würde schon gerne etwas lernen, was über das Kaffeekochen hinaus geht.'

In diesem Moment fällt der Startschuss für seine spätere Laufbahn. Nach seiner ersten eigenen Late-Night-Show "Achtung! Hartwich" folgen zahlreiche weitere TV-Auftritte, bis er schließlich an der Seite von Sonja Zietlow, 53, bei "Ich bin ein Star — Holt mich hier raus!" seinen großen Durchbruch feiert. Am Boden geblieben ist er dennoch:

Ich bilde mir ein, dass ich mit mir selbst sehr ehrlich bin. Man hat natürlich eine ganze Menge Leute um sich herum, die einem sagen: 'Du bist der Beste, du bist der Größte.' Es gibt Leute in der Branche, die glauben das. Da sollte man vorsichtig mit sich selber sein.