"Die Höhle der Löwen": Nils Glagau geht auf Ralf Dümmel los!

"Das war wie eine Kneipenschlägerei auf hohem Niveau"

Das gab es noch nie! Zum ersten Mal in der TV-Geschichte von "Die Höhle der Löwen" gerieten die Investoren Ralf Dümmel, 52, und Nils Glagau, 42, so heftig aneinander, dass am Ende sogar Judith Williams, 48, einschreiten musste …

Mega-Eklat um "Bitterliebe"-Start-up

In der "Höhle der Löwen" kann es schon mal etwas wilder zugehen, wenn ein Gründer es schaffen sollte, mehr als nur einen Investor von seiner Idee zu überzeugen. Doch was sich den Zuschauern am Dienstag, 8. Oktober, in der beliebten Gründershow bot, hatte es so noch nie gegeben.

Ausgelöst wurde der aggressive Löwenkampf von dem Tüftler-Duo Andre Sierek, 26, und Jan Strohmann, 25. Die beiden sind die cleveren Köpfe hinter der Marke "Bitterliebe".

 

 

Die Industrie hat Bitterstoffe aus unserer Nahrung nach und nach herausgezüchtet,

so die Gründer. Da diese jedoch sehr wichtig für die Verdauung und das Wohlbefinden sind, wollen Andre und Jan mit Tropfen, Tee und Pulvern die Bitterstoffe wieder populär machen. Dafür benötigten sie ein Investment von 200.000 Euro und boten den Löwen 12,5 Prozent an ihrem Unternehmen.

 

 

Nils Glagau stichelt gegen Ralf Dümmel

Das Interesse von "Orthomol"-Chef Nils Glagau war schnell geweckt. Für den 42-Jährigen war auch klar: "Ihr müsst in die Apotheke. Es ist und bleibt ein erklärungsbedürftiges Produkt." Gemeinsam mit Dagmar Wöhrl, 65, machte er den beiden Gründern ein Angebot: 200.000 Euro für 30 Prozent.

Ralf Dümmel hatte ebenfalls Interesse an einem Investment, ihm schwebte allerdings eine ganz andere Verkaufsstrategie vor: Er sehe das Produkt in Drogerien und Supermärkten. Als erfolgreiches Beispiel vergangener Staffeln nannte Dümmel das Nahrungsergänzungsmittel "Veluvia", in welches er investiert hatte. Ob Nils Glagau an dieser Stelle schon ahnte, dass sich Andre und Jan anhand der überzeugenden Argumentation des 52-Jährigen für ihn entscheiden würden - wie gefühlt 90 Prozent aller Gründer? Einen Seitenhieb konnte sich der Löwe plötzlich nicht mehr verkneifen:

Es fing an im Massenmarkt, hat nicht funktioniert und landete dann doch schneller als gedacht in der Apotheke,

so Nils über "Veluvia". Das Produkt sei seiner Ansicht nach mittlerweile sogar "kaputt".

"Eine Kneipenschlägerei auf hohem Niveau"

Die Behauptung seines Kollegen wollte Ralf Dümmel so nicht auf sich sitzen lassen und konterte: "Das stimmt ja nicht! Wenn du die Story nicht kennst, halte ich es für gefährlich, wenn du die Aussage triffst, dass es kaputt ist." Um sich selbst davon zu überzeugen, wie erfolgreich "Veluvia" ist, lud Ralf Nils sogar nach Hamburg ein. Doch für dieses Angebot wurde er nur hämisch belächelt.

Aber wie sagt man doch so schön? Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte! Und das war in diesem Fall Judith Williams. Die versuchte anfangs noch den Streit zu schlichten, nutzte die Gelegenheit aber auch, um den "Bitterliebe"-Gründern ein eigenes Angebot zu machen: 200.000 Euro für 20 Prozent. Sie sah das Produkt übrigens im Bereich Teleshopping und ebenfalls in der Drogerie.

 

 

Ob es am Ende ihre Strategie war, die überzeugen konnte, oder ob die Start-up-Inhaber von dem Verhalten der männlichen Löwen abgeturnt waren, bleibt offen. Nach kurzer Überlegung entschieden sich Andre und Jan jedenfalls für Judith. Ihre Meinung zu dem Löwen-Zoff?

Das war wie eine Kneipenschlägerei auf hohem Niveau.

 

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