Drei Monate nach Terroranschlägen: So bewegend war das Eagles of Death Metal-Konzert in Paris

Die Rockband trat gestern Abend in Paris auf - und die grausamen Terroranschläge waren allgegenwärtig

Zum ersten Mal nach den Terrorattacken traten die Eagles of Death Metal gestern in Paris auf. Leicht fiel den Rockern um Frontmann Jesse Hughes das nicht. Die Sicherheitsvorkehrungen gestern Abend vor dem Olympia waren riesig. Ebenso wie der Ansturm auf das Comeback-Konzert der Eagles of Death Metal. Wie schwer der gestrige Abend Jesse Hughes fiel, war dem Rocker anzusehen. Die Band nahm sich vor dem Konzert Zeit, um die wartenden Fans zu begrüßen und gemeinsam mit ihnen zu trauern. Den Spaß an Rockkonzerten ließen sich aber sowohl die Band als auch die Fans nicht nehmen.

Es ist tatsächlich schon drei Monate her, dass bewaffnete IS-Terroristen im Bataclan beim Eagles of Death Metal Konzert um sich schossen und 90 Menschen töteten. Für die Band dürfte der gestrige Abend kein einfacher gewesen sein, sie spielten nämlich erstmals nach den grausamen Attacken wieder als Mainact in der französischen Hauptstadt und zeigten sich sichtlich bewegt.

Rockkonzert mal anders

Im Olympia, dem Konzertsaal in dem das Comeback-Konzert der Eagles of Death Metal stattfand, waren die Sicherheitsvorkehrungen am gestrigen Abend besonders hoch. Immerhin stand die Veranstaltung unter grausamen Vorzeichen. Mit Metalldetektoren wurde nach Waffen gesucht, die Besucher wurden mehrfach kontrolliert, der Bürgersteig vor der Halle war komplett abgesperrt. Zwar ist am gestrigen Abend nichts passiert, doch die Erinnerungen an die blutige Novembernacht waren greifbar, denn sowohl bei der Band um Frontmann Jesse Hughes als auch bei den Überlebenden der Katastrophe, von denen gestern Abend auch einige im Publikum waren. Auch Angehörige von Opfern waren dabei, als die Eagles of Death Metal das wohl schwerste Konzert ihrer Karriere spielten.

In Gedenken an…

Ich möchte einfach versuchen, das Set zu beenden, sodass alle einen Teil dieses schlimmen Zeugs hinter sich lassen und hier (im Herzen) mehr Platz für bessere Sachen schaffen können

, hatte Hughes vorher in einem Interview mit dem französischen Sender iTélé gesagt.

Und so war es wohl einer der bewegendsten Auftritte der US-Rockband. Mitten im ersten Song stoppten die Eagles of Death Metal, um an die Opfer der Terrorattacke zu gedenken.

 

 

Vive la musique, vive la liberté, vive la France, and vive EODM. Thank you for this, Paris.

Ein von EODM [Eagles of Death Metal] (@eodmofficial) gepostetes Foto am

 

Nehmen wir uns einen Moment, um zu gedenken,

forderte Schlagzeuger Joss Homme das Publikum, darunter auch Überlebende und Opfer-Angehörige, auf. Hughes kämpfte immer wieder mit seinen Gefühlen, wollte sich aber nicht allzu verletzlich zeigen. „Ich will nicht vor allen zusammenbrechen“, hatte er zuvor gesagt. Auf der Bühne fiel ihm das dann aber sichtlich schwer.

„Ich liebe euch verdammt noch mal alle“

Die Eagles of Death Metal sind also zurück - auch in Paris. Und die US-Rocker freuen sich schon jetzt darauf, Ende des Jahres, wenn das Bataclan wieder eröffnen soll, an dem legendären Ort zu spielen. „Ich liebe diesen Club“, hatte Hughes Vorhinein des gestrigen Abends in Interviews immer wieder betont.