Eagles of Death Metal geben 1. Interview nach Paris-Attentat

Sie schildern erstmals traurige Details der Horror-Nacht

Vor gut einer Woche, am 13. November, standen die Mitglieder der kalifornischen Rock-Band Eagles of Death Metal in dem Pariser Konzertsaal „Bataclan“ auf der Bühne, als sich Terror-Aktivisten Zutritt zu dem Gebäude verschafften und insgesamt 89 Menschen auf brutale Art und Weise hinrichteten. Unter den Opfern waren auch Freunde und Mitarbeiter der Band. Noch immer sitzt der Schock und die Angst über die Geschehnisse tief. Dennoch sprachen die Band-Leader jetzt erstmals gegenüber "Vice" über die Horror-Nacht.

Jesse Hughes schildert unter Tränen seine Erinnerungen

Die Leute haben sich tot gestellt und hatten Todesangst. Ein Hauptgrund dafür, dass so viele Menschen getötet wurden, ist die Tatsache, dass sie ihre Freunde nicht zurücklassen wollten und so viele Menschen haben sich vor andere gestellt, um sie zu schützen.

Als Jesse Hughes, 43, der Sänger der Band Eagles of Death Metal, mit dem „Vice“-Chef Shane Smith, 46, für ein exklusives Interview spricht, wirkt der eigentlich so harte Kerl zerbrechlich. Er hat Tränen in den Augen, seine Stimme bricht fast weg, als er von seinen Erlebnissen berichtet.

Der Schock bei den Überlebenden sitzt noch immer tief

Weiter erklärt der 43-Jährige: „Mehrere Menschen versteckten sich in unserer Umkleide, aber die Mörder verschafften sich Zutritt und töteten alle, abgesehen von einem Kind, das sich unter meiner Lederjacke versteckte“.

Die Band hatte Glück: Sie konnte sich durch eine Hintertür retten. Für 89 Konzert-Gäste kam allerdings jede Hilfe zu spät. Die Eagles of Death Metal haben vorerst alle Konzerte, die für die nächste Zeit angesetzt waren, abgesagt. Das komplette Interview soll auf „Vice“ in der kommenden Woche ausgestrahlt werden.