Dieter Bohlen: Ex-DSDS-Jurorin Fernanda Brandao rechnet mit ihm ab

"Es war ungemütlich"

2011 nahm Fernanda Brandao, 37, neben Dieter Bohlen, 67, in der DSDS-Jury Platz. Eine Zeit, die sie bis heute in keiner guten Erinnerung behalten hat …

"Wenn man Dieter Bohlen überlebt, kann einen nichts mehr so schnell umhauen"

Die große Mehrheit der Fans zeigte sich in den letzten Wochen schwer erschüttert von Dieter Bohlens DSDS-Aus. Es gibt allerdings auch Menschen, die den neuen Wind in der RTL-Castingshow befürworten. Zu ihnen zählt Fernanda Brandao, die 2011 in der achten Staffel neben dem Poptitan und Patrick Nuo, 38, Teil der Jury war. Sie berichtete nun gegenüber "Watson" von ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Musikproduzenten. Die waren offenbar alles andere als gut.

Ich will ehrlich sein: Es war ungemütlich. Dieter hat es mir keinesfalls leicht gemacht. Dennoch bin ich sehr dankbar und froh, dass das mein Einstieg in die TV-Branche war. DSDS war eine harte Schule, aber wenn man Dieter Bohlen überlebt, kann einen danach nichts mehr so schnell umhauen.

Und weiter: "Bohlen hatte viel Macht in der Sendung, er produzierte alle Gewinnersongs und hatte leider nicht viel übrig für zwischenmenschliche Beziehungen. Das ist kein gesundes Arbeitsklima, besonders nicht, wenn Mitarbeiter (…) täglich Angst vor dem Rausschmiss haben müssen."

Aus diesem Grund findet es die ehemalige "Hot Banditoz"-Sängerin gut, dass es im Jahr 2022 erstmals eine komplett neue Jury geben wird: "Nach fast 20 Jahren tut es gut, DSDS einen frischen Wind zu verpassen. Veränderungen sind wichtig und beleben das Geschäft."

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Fernanda Brandao: Kritik an DSDS

Die Veränderungen hat das Format offenbar dringend nötig. Immer mehr Zuschauer bemerkten in den letzten Staffeln eine negative Entwicklung der Show und äußerten daraufhin Kritik an DSDS. Auch Brandao findet, dass die Qualität der Castingshow über die Jahre stark abgenommen habe:

Dieter hat die Zuschauer und Zuschauerinnen mit seiner Art lange zum Lachen gebracht, allerdings auch auf Kosten der Kandidaten und Kandidatinnen. Das Format wurde zunehmend uninteressanter für begabte und erfahrene Sänger und Sängerinnen, was zu einem Qualitätsverlust der Show führte. RTL hat neben Dieters Jokes auch persönlichen Dramen viel Raum gegeben, dabei rückte das Thema Musik immer mehr in den Hintergrund.

Sie glaubt, "dass beide Formate auch ohne Dieter die Chance auf eine Weiterentwicklung und ein erfolgreiches Revival haben." Gleichzeitig wertschätzt die Ex-Jurorin aber auch die Arbeit des Poptitans bei DSDS: "Es war eine beachtliche Leistung, so viele Jahre erfolgreich beide Formate als 'Star der Show' zu führen." Dennoch ist die Ära von Dieter Bohlen bei RTL nun zu Ende.