Fritz Wepper nach Herz-OP: So kämpft er sich zurück ins Leben

Der Schauspieler leidet seit 30 Jahren unter einer Herzklappeninsuffizienz

Schauspieler Fritz Wepper mit seinem Jagdhund Aron. Wenige Monate nach dem Eingriff läuft er wieder mit Nordic-Walking-Stöcken über die Wiesen am Tegernsee.

Ein Albtraum: Eine Routineuntersuchung ergibt eine dramatische Diagnose, die Ärzte müssen sofort handeln. Das Leben des Patienten steht auf dem Spiel. Ein solch traumatisierendes Erlebnis hat Fritz Wepper hinter sich. Jetzt hat der Schauspieler in „die Aktuelle“ ganz offen über seinen Weg zurück ins Leben gesprochen.

Der 75-Jährige leidet schon seit 30 Jahren unter einer Herzklappeninsuffizienz. Obwohl er nicht die geringsten körperliche Beeinträchtigungen bemerkte, förderte eine Untersuchung Dramatisches zutage.

Mein Herz hat Blut in eine Herzkammer gepumpt, in der es gar nichts verloren hat,

sagt Wepper. Bei einer Not-OP lag Wepper sechs Stunden lang unter dem Messer, sein Herz war in dieser Zeit komplett ruhig gestellt, also quasi tot.

Wenige Monate nach dem Eingriff läuft er wieder mit Nordic-Walking-Stöcken über die Wiesen am Tegernsee und spielt mit seinem Jagdhund Aron. Wepper kämpft sich nach einer Herzoperation zurück ins alltägliche Leben – jeden Tag dankbar, dass sei Herz noch schlägt: „Ich habe nur überlebt, weil ich einen guten Operateur hatte.

Herzerkrankungen sind weit verbreitet

In Deutschland sind allein knapp zwei Millionen Menschen an chronischer Herzschwäche erkrankt. Viele von ihnen leben wie Fritz Wepper beschwerdefrei, andere haben typische Symptome wie Luftnot bei Anstrengung, Abfall der körperlichen Leistungsfähigkeit, Wasseransammlungen in den Beinen sowie Herzrhythmusstörungen. In manchen Fällen führt ein ungesunder Lebensstil zur Erkrankung, in anderen Fällen sind die Herzfehler angeboren, so wie bei Fußballer Gerald Asamoah.

Neue Wirkstoffe für die Behandlung

Chronische Herzschwäche ist in der westlichen Welt bei 90 Prozent der Betroffenen eine Folge von Erkrankungen der Herzkranzgefäße oder Bluthochdruck. Sie lässt sich je nach Schweregrad mit Medikamenten wie ACE-Hemmern oder Betablockern behandeln. Mit Sacubitril/Valsartan steht neuerdings eine Wirkstoffkombination zur Verfügung, die die größte Neuerung in der medikamentösen Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz seit 20 Jahren darstellt.

Weppers Leben hat sich in vielerlei Hinsicht geändert

Auch Fritz Wepper nimmt noch Medikamente – wenn auch nur prophylaktisch – und absolviert dreimal pro Woche eine ambulante Reha.

Sehr wichtig ist momentan, dass ich mich streng an die Empfehlungen meiner behandelnden Ärzte aus der Universitätsklinik in Innsbruck halte. Sie haben mir das Leben gerettet und untersuchen mich weiterhin permanent,

erzählt Wepper. Ultraschall, Herzkapazität, Blutwerte – all das wird regelmäßig kontrolliert.

Wepper hat außerdem seinen Lebensstil radikal geändert. Mit gesunder Ernährung, Rauchstopp und wenig Alkohol hat er sich wieder fit gemacht: Anfang Mai stehen die Dreharbeiten für die nächste Staffel von „Um Himmels Willen“ an. Verändert hat sich nicht nur Weppers Lebensstil, sondern auch seine Sicht aufs Leben: „Wenn ich heute auf meine Autogrammkarte ‚Herzlich Fritz Wepper’ schreibe, hat das für mich eine ganz besondere Bedeutung.

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