Horror-Unfall in Rio: Olympia-Trainer Stefan Henze in Lebensgefahr

Der Coach der deutschen Kanuten erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma

Stefan Henze wurde in der Nacht zum Freitag bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt. Der Bundestrainer der deutschen Kanuslalom-Mannschaft erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und musste notoperiert werden. Stefan Henze betreute Melanie Pfeifer als Trainer im Kanuslalom bei den Olympischen Spielen in Rio.

Die Olympischen Sommerspiele werden gerade von einem tragischen Unfall überschattet. Der Trainer und ein Betreuer der deutschen Kanuten mussten nach einem Verkehrsunfall ins Krankenhaus gebracht werden. Stefan Henze, 35, der Kanuslalom-Coach, ringt mit dem Tod. Laut dem Deutschen Olympischen Sportbund erlitt er ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und musste notoperiert werden. Betreuer Christian Knädig wurde nur leicht verletzt.

In der Nacht zum Freitag hatten Kanuslalom-Trainer Stefan Henze und Betreuer Christian Knädig einen Verkehrsunfall in Rio de Janeiro. Laut „Spiegel Online“ prallte das Fahrzeug gegen eine Mauer. Stefan Henze verletzte sich dabei schwer. Der Bundestrainer der deutschen Kanuslalom-Mannschaft erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma.

Stefan Henze: Notoperation wegen Schädel-Hirn-Trauma

Wie der Deutsche Olympische Sportbund berichtet, seien die Kopfverletzungen nach Angaben der Ärzte lebensbedrohlich. Henze wurde nach dem Unfall notversorgt und in ein nahegelegenes, speziell für Olympia 2016 ausgewiesenes Krankenhaus transportiert. Nachdem dort das Ausmaß seiner Verletzungen festgestellt wurde, brachte man den Olympia-Trainer in eine Klinik mit neurochirurgischer Spezialabteilung, wo Stefan Henze sofort notoperiert wurde.

Christian Knädig aus Krankenhaus entlassen

Der leitende Olympia-Arzt Prof. Dr. Bernd Wolfarth ist in ständigem Austausch mit den behandelnden Ärzten, heißt es in der Pressemitteilung des Deutschen Olympischen Sportbunds. Christian Knädig konnte das Krankenhaus bereits wieder verlassen, ihm gehe es den Umständen entsprechend gut.

Wie „Spiegel Online“ berichtet, besaß die Olympia-Klinik, in welche Henze zuerst gebracht wurde, keine Abteilung für Neurochirurgie. Im Rahmen drastischer Sparmaßnahmen war diese ebenso wie andere Abteilungen vor vier Jahren geschlossen worden, obwohl die Klinik ein wichtiger Anlaufpunkt vieler Verkehrsunfälle in Rio ist. Stefan Henze musste deswegen noch weitere 20 Kilometer in eine andere Klinik gebracht werden und verlor damit wertvolle Minuten.