Ikke Hüftgold: Dreh-Abbruch – aus einem traurigen Grund

"Nach 10 Minuten weinend vor der Kamera"

Ikke Hüftgold, 44, brach vor Kurzem die Dreharbeiten der SAT.1-Produktion "Plötzlich arm, plötzlich reich" ab. Der Schlagersänger berichtet von schlimmen Zuständen am Set und von der Gefährdung des Kindeswohls.

Ikke Hüftgold: "Weinend vor der Kamera"

Ikke Hüftgold, bürgerlich Matthias Distel, erhebt schwere Vorwürfe gegen SAT.1 beziehungsweise ImagoTV. Kürzlich brach er die Dreharbeiten des Tausch-Projekts "Plötzlich arm, plötzlich reich" ab. Bei Instagram berichtet der Schlagersänger:

Das Kindeswohl von zwei schwer traumatisierten Kindern wurde von den verantwortlichen Medienanstalten mit Füßen getreten.

Im Zuge der Sendung sollte er mit einer Familie mit vier Kindern tauschen. Schon bei der Ankunft im zu Hause der betroffenen Familie gingen ihm die dort herrschenden Zustände als Familienvater nahe. Ursprünglich habe er dem Projekt positiv entgegengeblickt: "Ich war nervös, freute mich aber darauf [...] meine eigenen Lebens-Umstände mal wieder zu reflektieren." Diese Stimmung kippte jedoch offenbar schnell und Ikke sei nicht in der Lage gewesen, den festgelegten Dreh-Vorgaben nachzugehen: "An diese Produktions-Vorgaben konnte ich mich aus ethischen und moralischen Gründen leider nicht halten. [...] Die Tatsache, dass wir nach 10 Minuten Aufenthalt weinend vor der Kamera standen, soll lediglich aufzeigen, welche Emotionen beim Anblick dieser Zustände aus uns herausbrachen."

 

 

Ikke Hüftgold: Schwere Vorwürfe gegen Sat1-Produktion

In der Wohnung der "armen" Familie habe Ikke herausgefunden, dass zwei der Kinder in "psychologischer Behandlung" seien. Später stellte sich angeblich heraus, dass die Produktion über die Behandlungen der Kinder Bescheid wusste, woraufhin Ikke sich und die verantwortlichen Redakteure fragte: Ist es moralisch korrekt, diese Kinder mehrere Drehtage lang über mehrere Stunden am Tag vor der Kamera arbeiten zu lassen?

Er wurde auf seine Bedenken hin offenbar gebeten, seine Stimmung "ins positive zu drehen" und gute Laune vorzutäuschen. Schnell war für den 44-Jährigen klar, dass dies nicht möglich sein würde: Als er erfuhr, dass die betroffenen Kinder Misshandlungs-Opfer waren, brach er die SAT.1-Dreharbeiten sofort ab.

Für seine Anschuldigungen habe Ikke Beweise. "Zeugen und Dokumente" könnten seine Vorwürfe belegen, dass die Produktionsfirma über die Zustände sowie die Vergangenheit der Kinder Bescheid wussten. Die grausamen Details des Falls sind nichts für schwache Nerven. In seinem 15-minütigen Statement bei Instagram erklärt er diese unter Tränen genau.

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Ikke Hüftgold: "Wichtig ist, dass man aus Fehlern lernt"

Ikke wünscht sich, dass die SAT.1-Medienanstalt an ihrer Produktionsweise arbeitet und bittet die Zuschauer zu überdenken, welchen TV-Shows sie ihre Aufmerksamkeit schenken. "Wir sollten alle zum Wohle unserer eigenen Würde und zum Schutz unserer Kinder lernen, den Kopf an und den Fernseher bei gewissen Formaten besser auszuschalten", so Ikke gegenüber "Promiflash" und fügt hinzu:

Ich lerne gerade sehr viel über Sinn- und Sinnlosigkeit und spreche mich auf gar keinen Fall von vergangenen Fehlern frei. [...] Wichtig ist, dass man aus ihnen lernt!