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Ilka Bessin - Sex-Erpressung: "Ich wurde ausgenutzt"

So sehr litt die "Cindy aus Marzahn"-Mimin

Ilka Bessins, 47, Vertrauen wurde missbraucht, ihre Gefühle verletzt. Erst jetzt spricht die Entertainerin über ein düsteres Kapitel ihres Lebens. 

Ilka Bessin wurde erpresst

Es ist der Albtraum einer jeden Frau: Der Mann, den man von ganzem Herzen liebt, erweist sich als kaltherziger Betrüger. Schlimmer noch: Er missbraucht nicht nur die Gefühle, er fordert Geld und droht mit öffentlicher Demütigung. Das alles klingt nach einem schlechten Film.

Für Ilka Bessin jedoch wurde dieses Szenario zur bitteren Realität. Mehrmals wurde sie in ihrem Leben von Männern benutzt:

Das war bei mir oft der Fall, dass ich unterstützt habe, ausgenutzt wurde, klar, auf die Fresse geflogen bin. Habe es dann das nächste Mal nochmal gemacht. Weil man immer wieder denkt, man verliebt sich, derjenige meint es ernst mit einem,

erzählte sie bei „Prominent!“(VOX).

In ihrer neuen Biografie „Abgeschminkt“ lüftet die 47-Jährige ein weiteres dunkles Geheimnis aus ihrer Vergangenheit. Ein Mann erpresste die Berlinerin mit dem Telefonmitschnitt eines nicht „jugendfreien Telefongesprächs“. Ilka schämte sich. Wollte auf keinen Fall, dass diese Aufzeichnung an die Öffentlichkeit gerät.

 

"Ich hatte wirklich auch zu kämpfen"

Damals verkörperte sie die stets gut gelaunte Sprücheklopferin Cindy aus Marzahn. Doch hinter den Kulissen war ihr nicht nach Scherzen zumute.

Ich hatte wirklich auch zu kämpfen, auf die Bühne zu gehen, das zu machen, weil du hast immer dieses im Hintergrund,

erinnert sie sich. Sie ließ sich erpressen und ging tatsächlich auf seine Bedingungen ein. „Genau das sollte man nicht tun“, erklärt Rechtsanwalt Friedrich Schweikert im IN-Talk.

 

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Dennoch versteht der Jurist Ilkas Handeln: „Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, können durch eine Erpressung mehr verlieren als andere. Eine wesentlich größere Zahl an Personen hat hier ein Interesse an kompromittierenden Einblicken, und eine Datei, die im Internet veröffentlicht wurde, wird wesentlich schneller vervielfältigt als bei anderen Personen. Hinzu kommt, dass die Täter davon ausgehen, dass Prominente sehr leistungsfähig sind und mit hohen Summen erpresst werden können.“

Ständig, verrät er, habe er Fälle wie diesen auf dem Schreibtisch. Wie man sich gegen dieses grausame Verbrechen wehren kann, erklärt er im Expertengespräch.

Ilka happy in love

Ilka kann jedenfalls wieder aufatmen. Sie ist mittlerweile glücklich vergeben an einen Unbekannten aus der IT-Branche.

Es ist das Gesamtpaket. Ich habe das Geschenk aufgemacht, und das Gesamtpaket macht mich wirklich sehr, sehr glücklich,

schwärmt sie. 

Interview mit IN-Experte Friedrich Schweikert

Der IN-Experte Rechtsanwalt Friedrich Schweikert erklärt, wie Sie sich vor Erpressung schützen können.Wie verhalte ich mich im Fall einer Erpressung? Das Wichtigste ist, sich nicht darauf einzulassen und möglichst schnell die Polizei zu informieren. Sollte man einmal zahlen, werden die Täter oftmals unersättlich.

Zudem ist es sinnvoll, zeitnah einen Rechtsanwalt zu beauftragen. Dieser kann auch dafür sorgen, dass bereits veröffentlichtes Material schnell wieder gelöscht wird. Mit welchen Strafen muss ein Erpresser rechnen? Nach Paragraf 253 Strafgesetzbuch drohen Strafen von bis zu fünf Jahren.

In besonders schweren Fällen kann aber auch eine Verurteilung bis zu 15 Jahren möglich sein, wobei die Mindestfreiheitsstrafe ein Jahr beträgt. Dürfen Telefongespräche eigentlich aufgezeichnet werden? Nein. Film- und Tonaufnahmen sind nur erlaubt, wenn alle Beteiligten ihre eindeutige Einwilligung gegeben haben. Alles andere ist strafbar.

Wie sollte ich pikantes Material speichern, um abgesichert zu sein? Man sollte sich zunächst überlegen, ob man Dateien, die einen in Bedrängnis führen könnten, überhaupt aufheben möchte. Der meiste Datenklau geschieht nicht etwa von Hackern über das Internet, sondern über den Direktzugriff. Oftmals durch scheinbar vertrauenswürdige Personen. Ich kann daher nur dazu raten, Passwörter immer geheim zu halten und zu wechseln.

Text: Natalie Eichammer

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