Jamie-Lee privat: So tickt die ESC-Teilnehmerin von 2016

Das Manga-Mädchen aus der Provinz im Portrait: "Ich mag es, auch mal traurig zu sein"

ESC-Siegerin 2016? Laut den Redakteuren der renommierten New York Times gilt Jamie-Lee als „Ich bin ein emotionaler Mensch. Ich wirke manchmal vielleicht ein wenig frech oder laut, aber ich bin auch eine sehr nachdenkliche Person. Ich brauche das Auf und Ab im Leben. Auch schwere Zeiten sind nützlich, um sich so mehr über die schönen Tage freuen zu können“, sagt Jamie-Lee über ihren Song Jamie-Lee nach ihrem Sieg beim deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest 2016.  Im Dezember 2015 siegte Jamie-Lee Kriewitz im Jamie-Lee bei den Proben für das zweite ESC-Halbfinale in Stockholm.  Früher war sie ein Emo-Mädchen - Über ihren Stil sagt Jamie-Lee: Jamie Lees Album

Herzerfrischend, schrill, quietschig: Mit Jamie-Lee Kriewitz tritt am Samstag, 14. Mai, beim 61. Eurovision Song Contest ein süßes Energie-Bündel für Deutschland an. Mit dem melancholischen Song Ghost, mit dem die 18-Jährige schon den Sieg bei "The Voice of Germany" holte, will Jamie-Lee in die Fußstapfen von Lena Meyer-Landrut treten. Doch wer ist das "Manga-Mädchen" überhaupt? OK! stellt die ESC-Teilnehmerin vor. 

Jamie-Lee Kriewitz, das Manga-Mädchen aus Niedersachsen

 Als "Manga-Mädchen" mit neonfarbenen Petticoat-Röcken, überdimensionierten Schleifen und Teddys im Haar gewann Jamie-Lee Kriewitz im Dezember "The Voice of Germany" und am 25. Februar den deutschen Vorentscheid zum ESC "Unser Lied für Stockholm". Sie nennt ihren Stil Harajuku (nach dem gleichnamigen Szeneviertel in Tokio), bei dem es darum geht, niedlich auszusehen. Den Grund für ihren auffälligen Look erklärt sie gegenüber Spiegel Online so:

​Es geht mir schon darum, mir etwas Kindliches zu bewahren. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich gar nicht so sehr darauf gefreut, 18 zu werden. Ich mag den Welpenschutz, den man als Minderjährige hat. Ich fühle mich auch jetzt überhaupt nicht erwachsen, und ich mag das auch nicht, dieses strenge, unlockere Verhalten. Man muss sich ja nicht gleich kindisch benehmen, aber man kann vielleicht kindlich bleiben: ein bisschen lockerer sein und mehr Spaß im Leben haben.

Bis sie 13 war, habe sie "komplett normal" ausgesehen, sagt die ESC-Teilnehmerin, "und dachte, ich muss jetzt mal meinen Style ändern. Ich wollte nicht so langweilig aussehen wie alle anderen und hab schon immer versucht, irgendwie aufzufallen." Losgegangen sei es damals mit einem Emo-Look ("so voll schwarz mit Piercings, Nietengürtel und allem Drum und Dran").

Ich mag die Aufmerksamkeit, selbst wenn es mal schlechte Kommentare gibt. Hauptsache ich weiß, die denken über mich nach. Ich liebe das. Deswegen hatte ich nie ein Problem damit, wenn mich auf der Bühne alle angeguckt haben.

Jamie-Lee: "Ich habe keine Zeit, an einen Freund zu denken"

Geboren wurde Jamie-Lee in der niedersächsischen Stadt Springe, besuchte in Hameln die Schule, die sie derzeit für die Karriere unterbrochen hat. Hat die 18-Jährige einen Freund oder eine Freundin"Ich habe viel zu wenig Zeit, um an sowas zu denken", wird sie von Stern.de zitiert. Mitfiebern in Stockholm werden ihre Eltern. Jamie-Lees Vater ist Musiker und spielte Schlagzeug in verschiedenen Punkrockbands, sie selbst sang seit sie 12 Jahre ist im Gospelchor und nahm als Kind am Casting für RTLs "Das Supertalent" teil. 

Das macht die ESC-Teilnehmerin in ihrer Freizeit

Wenn sie nicht singt, zeichnet die 18-Jährige gern Graffitis oder schaut Videos des Youtuber Markiplier. Sie habe immer viele Freunde gehabt, sagt sie dem Online-Portal, "aber ich kann auch gut ein Einzelgänger sein. Ich mag es gerne, für mich zu sein, zu Hause abzuhängen und selbst zu entscheiden, was ich mache. Aber nicht, um bewusst einsam zu sein."

Über Smudo und Michi Beck: "Sie haben sich auch mich gekümmert, wenn die Kameras nicht dabei waren" 

Bei TVOG war Jamie-Lee der Schützling von Smudo und Michi Beck, die ihren kleinen Paradiesvogel behutsam zum Sieg führten, und auch in Stockholm dabei sind. Nach dem gewonnenen "Voice"-Finale sagte sie exklusiv gegenüber OK!:

Sie sind mir sehr ans Herz gewachsen und gehören jetzt auch zu meiner Familie! Sie haben sich sehr um mich gekümmert, auch wenn die Kameras nicht dabei waren. Gerade vor dem Finale haben sich mich beruhigt und mir die Nervosität ein Stück weit genommen. 

Über ihren Song Ghost: "Ich werde schnell traurig"

Ja, sie glaube an Übersinnliches und sei auch "sehr abergläubisch", gibt sie gegenüber OK! zu Protokoll: "Vor Auftritten versuche ich mir zum Beispiel immer zu sagen, dass ich die Beste bin und fest dran zu glauben. Ich versuche ein bisschen, mein Karma zu beeinflussen und denke, dass das ganz gut funktioniert." Nicht nur Ghost, auch viele andere Songs ihres Albums Berlin sind eher melancholisch - ein Kontrast zu ihrem kunterbunten Manga-Stil. "Es würde nicht zu mir passen, wenn ich so super-happy Popsongs singe. Das bin ich nicht", entlockt ihr "Spiegel Online":

Ich bin vor allem ein sehr emotionaler Mensch und total nah am Wasser gebaut. Ich mag es gerne, auch mal traurig zu sein und alles rauszulassen an Gefühlen, statt alles in mich hineinzufressen. Ich werde schnell traurig, vielleicht schneller als andere. Aber ganz abgesehen davon glaube ich, dass meine Stimme bei solchen Liedern am meisten glänzt. 

Ob Jamie-Lees Stimme beim ESC 2016 glänzen wird, erfahren die Zuschauer im ESC-Finale am Samstag, 14. Mai (ab 21 Uhr, ARD).

Seht hier ein Video ihres Auftritts beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest:

Wie weit kommt Jamie-Lee beim ESC?

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