Kanye West: Petition fordert das Ende seiner Adidas-Zusammenarbeit

Schwere Konsequenzen für den Designer

Der Shitstorm um Kanye West, 40, will einfach nicht abklingen. Und viele finden: Aus gutem Grund. Nachdem er sich erst kürzlich per Twitter als Trump-Befürworter outete, macht er nun wieder Schlagzeilen mit schlimmen Äußerungen zur Sklaverei. Jetzt fordert sogar eine Petition von Adidas, dass sie die Arbeit mit Kanye beenden.

Kanye West: „Sklaverei ist eine Wahl“

Es sind mal wieder böse Schlagzeilen, die heute um Kanye West kursieren. Nachdem er erst vor kurzem via Twitter den US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump unterstützte, hat der Yeezy-Designer sich nun wieder ein großes Ding geleistet. In einem Interview mit dem Portal „TMZ“ sagte er nun:

Wenn man von über 400 Jahre langer Sklaverei hört: 400 Jahre lang? Das klingt für mich nach eigener Wahl.

Ein dunkelhäutiger Reporter des Magazins begann sofort, sich gegen diese Äußerung zu wehren:

Du hast eine große Verantwortung, Bruder. Der Rest von uns muss in der Gesellschaft mit diesen Bedrohungen und der Ausgrenzung leben, die mit 400 Jahren Sklaverei einhergehen, die du als freie Wahl unserer Leute bezeichnest.

Der Mitarbeiter sagte, er fühle sich durch dieses Statement unglaublich verletzt.

Denn vom 17. bis zum 19. Jahrhundert waren Millionen Schwarze aus Afrika nach Nordafrika gebracht und dort als Sklaven verkauft worden. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Sklaverei dort eingestellt. Doch bis heute haben Afroamerikaner und Diskriminierung zu leiden.

Der Rapper fuhr im Interview damit fort, seine Meinung gegenüber Trump noch einmal zu bestärken: „Ich liebe Trump. Das ist mein Mann.“ Und erst vergangene Woche veröffentlichte West ein Lied mit dem Namen „Ye vs. The People“, in dem er Trumps Politik zum Thema macht und verteidigt. Er behandelt darin die in den USA verbreitete Meinung, Schwarze müssten Demokraten wählen.

Petition gegen Adidas-Zusammenarbeit mit Kanye

Aber Wests Äußerungen haben nun bittere Konsequenzen. Sie führten zu einer „Care2 Petition“, in der Adidas dazu aufgerufen wird, die Zusammenarbeit mit Kanye zu beenden. Denn seit 2013 gehört sein Label Yeezy zum Konzern des Sportgiganten und erst 2016 verkündete Adidas, seine Pläne mit West auszubauen und Shops zu eröffnen. Mehr als 3.000 Menschen haben die Petition bereits unterschrieben. 10.000 sollen ihr Ziel sein. Darin heißt es:

Während Kanye sicher in seiner Multi-Millionen-Dollar-Villa lebt, wird der Rest der schwarzen Bevölkerung stetig marginalisiert und zum Subjekt von ungerechtem Verhalten. Einige sterben sogar, weil dieses Verhalten fest in unserer Gesellschaft verwurzelt ist. Kanye West hat ein Recht zur freien Meinung, er hat das Recht Lügen, falsche Informationen und unangebrachte Äußerungen zu verbreiten – aber wir haben das Recht, gegen eine solch gefährliche Propaganda zu kämpfen.

Ein offizielles Statement von Adidas gab es bisher nicht. Es bleibt also abzuwarten, ob das Unternehmen drastischere Maßnahmen ergreifen wird.

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