Kasia Lenhardt (†25): Ex-GNTM-Kandidatin erhebt schwere Mobbing-Vorwürfe

Theresia Fischer: "Leute sind sich nicht bewusst, was Hasskommentare auslösen"

Es ist die traurige Nachricht des Tages: Kasia Lenhardt ist mit nur 25 Jahren völlig unerwartet gestorben. Neben GNTM-Kollegin Sara Kulka, 30, äußerte sich auch Theresia Fischer, 29, die ebenfalls Kandidatin der ProSieben-Castingshow war, zu dem Tod der Influencerin.

Große Trauer nach Tod von Kasia Lenhardt (†25)

Die tragische Meldung über den Tod von Kasia Lenhardt sorgt derzeit für Fassungslosigkeit, Bestürzen und große Trauer. Wie die Berliner Polizei gegenüber OKmag.de bestätigte, sei vergangenen Dienstag (9. Februar) eine Person leblos in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Ein Fremdverschulden schließe man aus, heißt es weiter. Laut "Bild" handle es sich dabei um das Model, das 2012 in der siebten GNTM-Staffel bekannt wurde.

Das frühe Ableben von Kasia Lenhardt ist für die Fans, aber vor allem auch für Freunde wie Sara Kulka ein großer Schock, die sich bei Instagram bereits unter Tränen zu dem Tod ihrer GNTM-Kollegin äußerte. Aber auch andere Promis, wie Julian F.M. Stoeckel, Sami Slimani oder Dagi Bee machten ihrer Trauer unter dem letzten, bewegenden Posting des Models Luft.

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Theresia Fischer: "Leute sind sich nicht bewusst, was Hasskommentare auslösen"

Zu ihnen gehört auch Theresia Fischer, die 2019 ebenfalls an Heidi Klums berühmter Castingshow teilnahm. Obwohl die 29-Jährige Kasia Lenhardt nicht persönlich kannte, gehe ihr ihr früher wie tragischer Tod sehr nah, wie sie gegenüber "OKmag.de" exklusiv erklärte:

Ich bin echt entsetzt. Normalerweise äußere ich mich ja eher nicht zu Menschen, die ich persönlich nicht kenne, aber natürlich ist der Zusammenhang mit GNTM einfach schrecklich. Und dadurch, dass ich sie natürlich auch damals im Fernsehen gesehen habe (…) also ich kenne nicht die genauen Hintergründe, aber ich habe darin gewisse Parallelen gesehen.

Die 29-Jährige könne nachempfinden, wie sich die Mutter eines Sohnes zuletzt gefühlt haben muss, die zuletzt mit vielen Hass-Kommentaren im Netz konfrontiert wurde, denn auch sie habe in der Vergangenheit mit Mobbing zu kämpfen gehabt und sogar über Selbstmord nachgedacht:

Das ist eine ganz tragische Entscheidung und um diesen letztendlichen harten Schritt, der nicht wieder rückgängig zu machen ist, zu gehen, da bedarf es ganz, ganz viel Schmerz in einem. (…) Das kann man nicht vortäuschen, das kann man nicht schön reden - ganz im Gegenteil: Mobbing kann einen an den Rande des Wahnsinns treiben. Ich bin selbst sehr aufgebracht, weil ich selbst weiß, wie es ist, Mobbing zu haben. Wie es ist, alleine und hilflos zu sein, sich niemandem anvertrauen zu können, Angst zu haben, diesen Personen über den Weg zu laufen. (…) Ich hatte damals zu Schulzeiten Suizidgedanken und bin da auch quasi dem Tod entkommen - durch Zufälle, obwohl ich meinem Leben wirklich ein Ende setzen wollte. Deswegen, diese Verbindung darin, das hat mich einfach so geschockt mit Kasia, dass sie doch eigentlich nach außen hin ein sehr starkes Mädchen, ein sehr lebensfrohes Mädchen gemimt hat, aber im Inneren komplett zerstört war.

"Zeigt, wir kaputt unsere Gesellschaft ist"

Für Theresia Fischer sei es an der Zeit, dass Menschen begreifen würden, was sie mit Mobbing sowie psychischer und physischer Gewalt - vor allem auch in den sozialen Netzwerken - anrichten könnten, denn in ihren Augen seien sich viele nicht darüber bewusst, was sie mit ihren Worten auslösen könnten: "Die Leute sind sich nicht bewusst, (…) dass Hasskommentare in einem Angst und Depressionen auslösen können und den Menschen so erschüttern können, dass man zu diesem tragischen Schritt geht. Das tut mir echt im Herzen weh, dass sowas passiert. Aber das zeigt einfach nur, wie kaputt unsere Gesellschaft ist“, so die Influencerin weiter.

Weiterhin drückte Theresia Fischer allen Angehörigen von Kasia Lenhardt ihr Beileid aus und wir können uns dem nur anschließen.

Depressiv? Hier bekommen Sie umgehend Hilfe:

Wenn Sie selbst depressiv sind, Selbstmord-Gedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.