"Köln 50667"-Star Ingo Kantorek: Rätsel um seinen Tod

Der Schauspieler und Ehefrau Susana kamen bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben

Auch drei Tage nach dem Tod von "Köln 50667"-Star Ingo Kantorek (†44) und seiner Ehefrau Susana (†49) ist die Ursache für die Tragödie noch immer ungeklärt. Der Unfall stellt die Polizei vor ein Rätsel …

Ermittlungen nach dem Unfall-Drama um Ingo Kantorek

Wenige Minuten, bevor sich der tödliche Unfall auf der A8 zwischen dem Autobahnkreuz Stuttgart und der Anschlussstelle Leonberg-Ost in Fahrtrichtung Karlsruhe an einem Rastplatz ereignete, postete Ingo Kantorek noch mehrere Instagram-Stories aus dem Unglücksfahrzeug. 700 Kilometer lagen nach eigener Aussage noch vor dem Schauspieler und seiner Frau. Doch der Pick-up, eine Mercedes X-Klasse, sollte nie in Köln ankommen.

Hauptkommissarin Yvonne Schächtele gegenüber "Bild":

Um 1.47 Uhr erreichte uns der Notruf eines Lkw-Fahrers. Er meldete, dass auf dem Autobahnrastplatz Sommerhofen beim Stuttgarter Kreuz ein Auto in das Heck eines Sattelzugs gefahren sei. Sofort eilten drei Streifen der Autobahnpolizei zum Unfallort, sowie zwei Rettungswagenbesatzungen und zwei Notärzte.

Noch immer ist der genaue Unfallhergang ungeklärt. Die Polizei vermutet, dass der Truck zunächst über den Verzögerungsstreifen auf den Parkplatz gefahren war. Offenbar kam das Fahrzeug aus einem noch nicht bekannten Grund von der Fahrbahn ab, streifte eine Betonwand und geriet ins Schleudern. Schließlich krachte der Mercedes auf dem Parkstreifen in einen Lkw.

Für Ingo Kantorek kam jede Hilfe zu spät: Als die Ersthelfer eintrafen war er bereits tot. Seine schwer verletzte Frau Susana konnte aus dem Autowrack geborgen werden, verstarb allerdings fünf Stunden später im Krankenhaus, wie Kommissarin Schächtele bestätigt. Für die Ermittler gilt es nun zu klären, was der Auslöser für den Unfall war.

 

 

Schlief Susana am Steuer ein?

Da sich Kantorek und seine Frau auf dem Rückweg aus dem Italienurlaub befanden, ist Sekundenschlaf eine mögliche Theorie. Diese hält Unfallforscher Siegfried Brockmann allerdings für unwahrscheinlich:

Man müsste genau in dem Moment in den Sekundenschlaf fallen, in der man auf der Ausfahrt ist und sich dem Lastwagen annähert. Außerdem hat man beim Ausfahrmanöver eine Aufgabe, bei der man sich konzentriert. Ab etwa 70 bis 80 Stundenkilometern kann es bereits zu solch heftigen Fahrzeug-Deformationen kommen. Vielleicht kam es zu einer hektischen Lenkbewegung nachdem in der Ausfahrt die Geschwindigkeit unterschätzt wurde. Bei Autofahrern kommt es oft vor, dass ihnen 100 Stundenkilometer, nach längeren, zügigen Fahrten, eher langsam vorkommen,

so die Meinung des Experten gegenüber "Bild".

Die Tachonadel blieb bei 110 km/h stehen. Ob es sich dabei um die tatsächliche Aufprallgeschwindigkeit handelt, ist noch unklar. Bremsspuren wurden am Unfallort nicht gefunden. Der Lkw habe nach Angaben der Polizei nicht ordnungswidrig oder den Weg behindernd geparkt. Weitere Untersuchungen sollen jetzt zeigen, ob möglicherweise auch eine überhöhte Geschwindigkeit oder Ablenkung durch ein Smartphone den Unfall herbeigeführt haben könnte.

 

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