Kritik wegen Oben-ohne-Cover: Emma Watson als "Heuchlerin" beschimpft

Die Feministin ließ sich für die Vanity Fair freizügig ablichten - ist das noch okay?

Für viele US-Stars ist es völlig normal, sich halbnackt vor der Kamera zu präsentieren. Dass Emma Watson, 26, ihren Hollywood-Kolleginnen nun gleichtat, sorgt im Netz für Empörung. Auf dem Cover der Vanity Fair zeigt sich die Schauspielerin nämlich oben ohne. Kann sie damit noch ihrer Rolle als engagierte Feministin gerecht werden?

Emma Watson erntet Kritik für Oben-ohne-Cover

Emma Watson gilt als eine der bekanntesten Feministinnen Hollywoods. Sie startete die UN-Kampagne "HeForShe" und setzt sich für die Bildung für Mädchen weltweit ein. Doch ist dieses Engagement in Wirklichkeit nur "scheinheiliges Getue"? Das behaupten zumindest User in sozialen Netzwerken, die Watsons freizügiges Magazin-Cover nicht gutheißen. Die Aufnahme zeigt die Schauspielerin in einem weißen Kostüm, das ihre Brüste nur halb bedeckt. Ganz schön gewagt! Vor allem angesichts der Tatsache, dass sie Beyoncé kürzlich dafür kritisierte, sich als Feministin zu sehr zur Schau zu stellen.

"Feminismus, Feminismus...Kluft zwischen den Geschlechtern...oh, warum werde ich nicht ernst genommen...oh, hier sind meine Brüste!,

schreibt Journalistin Julia Hartley-Brewer auf Instagram und ernetet großen Zuspruch. Andere bezeichnen den "Harry Potter"-Star sogar als "heuchlerisch".

 

 

Darum ist die Kritik nicht gerechtfertigt

Aber warum sollte eine Feministin nicht das Recht haben, sich in der Öffentlichkeit so zu zeigen, wie sie es für richtig hält? Schließlich bedeutet Feminismus doch vor allem, über den eigenen Körper selbst entscheiden zu dürfen.

Feminismus gibt Frauen die Bemächtigung, so viel oder so wenig zu zeigen wie sie sich wohl fühlen,

verteidigt eine Twitter-Nutzerin Emma Watsons Verhalten.

 

 

Schauspielkollege Kevin Kline aus "Die Schöne und das Biest" sieht das ähnlich.

Feministinnen können feminim, grazil verletzlich oder süß sein...und trotzdem einfordern, ernst genommen zu werden,

betont er im im Interview mit der Vanity Fair.