Marcel H.: Deshalb tötete er den 9-jährigen Jaden

Laut Staatsanwaltschaft hat der Herne-Kindermörder ein umfassendes Geständnis abgelegt

Seit Tagen herrscht bloße Fassungslosigkeit in der Bundesrepublik. Der Grund: die furchtbare Tat des Kindermörders Marcel H., 19, der am vergangenen Montag, 6. März, den 9-jährigen Jaden auf brutale Art und Weise mit 52 Messerstichen getötet hat. Vier Tage nach seiner schrecklichen Tat stellte sich der junge Mann, der noch einen weiteren Mord beging, am Donnerstagabend der Polizei und legte ein umfassendes Geständnis ab. Sein Motiv: reine "Mordlust". Das teilte die Staatsanwaltschaft Bochum heute in einer Pressekonferenz mit.

Marcel H. tötete aus "Mordlust"

Warum tötete Marcel H. in dieser Woche zwei Menschen mit über 100 Messerstichen? Diese Frage beschäftigte in den letzten Tagen wahrscheinlich viele Menschen. Seit heute gibt es die ersten erschreckenden Antworten. Wie Staatsanwalt Danyal Maibaum in einer Pressekonferenz am heutigen Freitag, 10 März, mitteilte, habe der 19-Jährige aus reiner "Heimtücke und Mordlust getötet".

 

Die schrecklichen Taten des Marcel H.

Nach Angaben von Klaus-Peter Lipphaus, Leiter der Mordkommission Bochum, sei der Kinder-Killer frustriert gewesen, weil er eine Absage auf seine Bewerbung bei der Bundewehr bekommen habe. Bei seiner Vernehmung soll der 19-Jährige des Weiteren ausgesagt haben, dass er daraufhin versucht habe, sich das Leben zu nehmen. Da er damit jedoch auch nach zwei Versuchen gescheitert sei, soll er sich entschlossen haben, stattdessen einen Mord zu begehen, um wenigstens im Gefängnis zu landen. Sein Opfer: der neunjährige Jaden.

Anschließend habe sich Marcel H. zunächst in einem nahegelegenen Waldstück versteckt und daraufhin seinen Bekannten Christopher W., 22, aufgesucht, bei dem er den Abend verbracht haben soll. Nachdem der 22-Jährige am nächsten Tag von der Tat seines Zockerkollegen und Internetkontaktes erfahren und damit gedroht habe, die Polizei zu informieren, soll Marcel H. auch ihn mit 68 Messerstichen umgebracht haben. Nach Angaben der Polizei soll der Täter nach dem Mord in der Wohnung des Opfers geblieben sein, bis er sie am Donnerstag schließlich in Brand steckte und sich zu einem Imbiss aufmachte, wo er sich der Polizei stellte.

 

 

 

 

 

Die Polizei geht bei Marcel H., den Lipphaus außerdem als äußerst "eiskalt und emotionslos" beschrieb, von einer ADHS-Erkrankung aus. Lipphaus: "Ich habe schon viel Elend miterleben müssen, aber so ein Mordfall geht unter die Haut".