Mesut Özil äußert sich zu Erdogan-Foto: „Ich würde es wieder machen“

Via Twitter brach der Fußballer endlich sein Schweigen

Endlich hat Mesut Özil, 29, sein Schweigen gebrochen. Denn der Fußballstar äußerte sich nun erstmals zur Kritik über seinen gemeinsamen Foto-Auftritt mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, 64. 

Nach Erdogan-Skandal: Mesut Özil bricht sein Schweigen! 

Das Warten hat ein Ende. Nach seinem gemeinsamen Foto mit Türkei-Präsident Recep Tayyip Erdogan im Mai hatte es Kritik für den deutschen Nationalspieler gehagelt. Lange schwieg Mesut Özil. Heute Mittag nun äußerte er sich ausführlich auf Twitter.

Sein Posting begann er damit, dass er die vergangenen Wochen dafür genutzt habe, um über die Ereignisse nachzudenken und zu reflektieren. Seine Gedanken darüber, was passiert ist, wolle er nun mit der Öffentlichkeit teilen.

Ich bin zwar in Deutschland aufgewachsen, meine Familie hat seine Wurzeln aber in der Türkei. Ich habe zwei Herzen: ein deutsches und ein türkisches. [...] Bei einem Foto mit Präsident Erdogan geht es nicht um Politik oder Wahlen, sondern darum, dass ich das höchste Amt des Landes meiner Eltern respektiere,

erklärte der Nationalspieler den Grund für das gemeinsame Bild. 

 

 

 

„Für mich war es nicht wichtig, wer der Präsident ist, sondern dass es der Präsident ist“

Auch wenn es oft anders dargestellt worden sei, habe dem Foto mit Erdogan keine politische Intention zugrunde gelegen – sondern lediglich Respekt gegenüber dem höchsten Amt im Land seiner Familie: Mein Job ist der eines Fußballers und nicht der eines Politikers. [...] Für mich war es nicht wichtig, wer der Präsident ist, sondern dass es der Präsident ist“, fügte der Arsenal-Spieler hinzu. Und weiter: 

Ich verstehe, dass es vielleicht schwer nachzuvollziehen ist, da in einigen Kulturen ein politischer Führer nicht getrennt von der Person betrachtet werden kann. Aber in diesem Fall ist es anders. Was auch immer das Ergebnis der letzten Wahl gewesen wäre, oder der Wahl davor, ich hätte das Bild trotzdem gemacht.

Mesut Özil kritisiert Medien, Sponsoren und DFB 

Doch mit dem Statement zum Erdogan-Eklat war noch längst nicht alles gesagt. Der 29-Jährige veröffentlichte einen weiteren Brief, wo er mit den Medien, dem DFB und seinen Sponsoren abrechnet. Unter anderem schreibt er: „Viele Leute sprechen über meine Leistungen - es gibt viel Applaus und viel Kritik. Wenn eine Zeitung oder ein Experte Fehler in meinem Spiel findet, dann kann ich das akzeptieren - ich bin kein perfekter Fußballer, und das motiviert mich oft, noch härter zu arbeiten und zu trainieren. Was ich aber nicht verstehen kann, ist, dass deutsche Medien meine doppelte Herkunft und ein einfaches Foto für die schlechte Weltmeisterschaft einer ganzen Mannschaft verantwortlich machen“.

 

 

Özil schrieb zudem, er sei nach den Bildern von einem DFB-Sponsor nachträglich aus Werbekampagnen entfernt worden. Alle weiteren PR-Aktivitäten, für die er eigentlich vorgesehen gewesen war, seien gestrichen worden. „Für sie war es nicht länger gut, mit mir gesehen zu werden. Sie nannten diese Situation „Krisenmanagement“, ließ Özil wissen, ohne den Namen des Sponsors konkret zu nennen. Özil fragte: „Was hat der DFB zu all dem zu sagen?“

Auch ein Projekt an seiner ehemaligen Schule in Gelsenkirchen habe der Arsenal-Spieler nicht mehr fortsetzen können, weil Sponsoren sich von ihm abgewendet hätten. Mesut Özil hat daraufhin seine DFB-Karriere beendet und damit eine riesige Diskussion ausgelöst.

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