Michael Jackson: Biograf widerlegt Missbrauchs-Details

„Leaving Neverland“-Doku zeigt falsche Fakten

Ist an den Missbrauchsvorwürfen gegenüber Michael Jackson (†50) nichts dran? Sein Biograf hat schwere Fehler bei der „Leaving Neverland“-Doku aufgedeckt, welche die Geschichten von Wade Robson, 36, und James Safechuck, 41, ernsthaft infrage stellen.

„Neverland“-Doku zeigt falsche Fakten

Die Vorwürfe gegen Michael Jackson wiegen schwer. Wade Robson, 36, und James Safechuck, 41, beschuldigten ihn in der Doku „Leaving Neverland“ sie jahrelang als Kinder missbraucht zu haben. Doch nun gibt es Zweifel an ihrer Geschichte. Der 41-Jährige hatte nämlich behauptet, dass viele der Vorfälle im Neverland Train Station“-Raum stattgefunden hätten.

 

 

 

Jacko-Biograf Mike Smallcombe bezweifelt das. Denn das besagte Zimmer wurde erst zwei Jahre nach den vermeintlichen Taten gebaut. Der Autor legte bei Twitter sogar die Baugenehmigung vor.

 

 

Die Defizite in Safechucks Geschichte sind folgende: Der Bau des ,Neverland Train Station' von Neverland begann erst in der zweiten Hälfte des Jahres 1993 und wurde erst eröffnet in der ersten Hälfte des Jahres 1994, als Safechuck 16 war.

Dabei sollen die Übergriffe aufgehört haben, als der Junge 14 war. 

Regisseur Dan Reed räumt erhebliche Fehler ein

Hat James Safechuck die ganze Missbrauchsgeschichte etwa nur erfunden? Nein – sagt „Neverland“-Regisseur Dan Reed. Der 54-Jährige hat nun kleinlaut eingeräumt, dass es einen Fehler bei den Jahreszahlen gegeben hat.

Das Ende des Missbrauchs wurde falsch angegeben,

erklärte Dan Reed via Twitter. 

Für Mike Smallcombe ist dieses Eingeständnis zu wenig. Er kritisierte den Regisseur weiter schwer:

Dan Reed sagt also, jetzt wo die Geschichte widerlegt wurde, dass das Ende des Missbrauchs von Safechuck mit 16/17 Jahren kam und nicht mit 14. Das ist eine Diskrepanz von drei Jahren. Steh einfach dazu, verändere deine Geschichte nicht. Das passiert, wenn du nicht ausreichend recherchierst.

Und noch eine Unstimmigkeit stößt dem Biografen übel auf. In der Dokumentation hatte Wade Robson behauptet, seine Familie sei 1990 zum Grand Canyon gefahren und habe ihn mit Jackson allein auf dessen Ranch gelassen. Doch Gerichtsakten besagen, dass der erwähnte Ausflug erst drei Jahre später stattgefunden hat.

 

 

Aber bedeuten diese falschen Angaben auch, dass Robson und Safechuck lügen? Es wäre fatal, traumatisierten Opfern nur aufgrund von falschen Jahreszahlen nicht mehr zu glauben. Für Gegner der Dokumentation sind diese ungenauen Fakten jedoch ein gefundenes Fressen, um am Wahrheitsgehalt weiter zu zweifeln.

 

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