Nach Schock-WM-Aus: Manuel Neuer findet deutliche Worte

Klare Kritik: "Jeder hätte doch gerne gegen uns gespielt!"

Es ging viel zu schnell vorbei! Die deutsche Nationalmannschaft reiste als amtierender Weltmeister zur Fußball-WM nach Russland. Doch schon in der Vorrunde scheiterte das DFB-Team und muss nun als Aussteiger die Heimreise antreten. Kapitän Manuel Neuer, 32, fand nach dem bitteren WM-Aus deutliche Worte.

Manuel Neuer: "Wir waren zu langsam"

Was soll ein Mannschafts-Kapitän nach einem verlorenen WM-Spiel und dem damit verbundenen Ausscheiden aus dem Wettkampf sagen? Der 27. Juni 2018 ist ein historischer Tag, denn an dem ist die National-Elf in der Vorrunde ausgeschieden - das gab es noch nie. Was niemand für möglich gehalten hatte, ist eingetroffen: Die deutschen Kicker verloren gegen Südkorea - die am schwächsten geglaubte Mannschaft der Gruppe.

Für die Spieler und vor allem für Mannschaftskapitän Manuel Neuer eine bittere Enttäuschung. Im ZDF-Interview nach dem Game fand er klare Worte:

In keinem der Spiele hat man eine deutsche Mannschaft gesehen, vor der man Angst oder Respekt haben musste,

brachte er seine Enttäuschung auf den Punkt.

Jeder Gegner hat auf unsere Fehler gewartet. Und sie wussten, dass sie ihre Chancen bekommen werden,

so Manuel weiter.

Wir waren zu langsam und zu lethargisch,

analysierte er. "Selbst wenn wir weitergekommen wären, hätte doch jeder gerne gegen uns gespielt." 

Quelle: dpa picture alliance

Toni Kroos: "Man hatte nie das Gefühl, dass es für uns ein Finale ist"

Woran ist die deutsche Nationalmannschaft gescheitert? Trainer Jogi Löw, 58, und auch die Spieler werden in den kommenden Wochen mit Sicherheit genau analysieren, warum die Spieler nicht ihre Höchstleistungen gebracht haben. Stimmte die Harmonie im Team nicht? Hatten die Kicker die Verletzungen - unter anderem von Manuel Neuer und Marco Reus, 29, - die ganze Zeit im Hinterkopf? Was war los?

Toni Kross, 28, fand nach dem verlorenen Spiel gegen Südkorea kritische Worte:

Wir haben das positive Gefühl aus dem Schwedenspiel nicht rübergebracht!

In der Tat: Im zweiten Vorrunden-Spiel gegen Schweden konnte die Mannschaft in der letzten Spielminute noch einen Sieg einfahren - mit Glück! Alle hofften darauf, dass sie die Euphorie des gewonnenen Matches ins letzte Vorrundenspiel einfließen lassen.

Doch im Game gegen Südkorea fehlte es der Mannschaft an Kampfgeist, so Kroos.

Man hatte nie das Gefühl, dass es für uns ein Finale ist.

Nun muss die deutsche Mannschaft um Chef-Trainer Jogi Löw mit dem historischen WM-Aus zurechtkommen ... Kopf hoch, Jungs!

 

 

 

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