Oscarverleihung - Deutsche Stars zum Skandal

Franka Potente: "Das ist absurd!"

Franka Potente ist empört, dass bei den diesjährigen Oscarnominierungen die afroamerikanischen Künstler ,übersehen’ worden seien. Thure Riefenstein sieht die Verantwortung nicht nur bei den Mitgliedern der Academy. Schauspieler und Regisseur Pierre Sanoussi-Bliss ist enttäuscht über die

Kein Afroamerikaner wurde für die 88. Oscarverleihung nominiert. IN befragte deutsche Stars zu dem Skandal. Franka Potente, 41: „Zu behaupten, es hätte keine würdigen afroamerikanischen Filmemacher oder Schauspieler gegeben, ist absurd.“

Aber:

Die Academy besteht zu ca. 93 % aus weißen Mitgliedern. Das Durchschnittsalter ist 63. Bei den diesjährigen Oscarnominierungen sind die afroamerikanischen Künstler ,übersehen’ worden.

Liegt die Verantwortung nur bei der Academy?

Thure Riefenstein, 50, sieht noch ein weiteres Problem: „Die afroamerikanischen Schauspieler und Regisseure heben zu Recht hervor, bei den Nominierungen unterrepräsentiert zu sein. Die Verantwortung dafür ausschließlich auf die Mitglieder der Academy abwälzen zu wollen, ist nicht richtig. Es ist eine Industrie und ein Produzent stellt her, was er verkaufen kann.“

Nicht die gleichen Chancen

Und Christian Oliver, 43, ergänzt:

Ich kann die Frustration verstehen, aber die Oscars spiegeln da nur ein Problem wieder, das viel tiefer sitzt. Minderheiten haben in Hollywood einfach nicht die gleichen Chancen und Möglichkeiten.

Und das gilt auch für Deutschland. Pierre Sanoussi-Bliss, 53, gegenüber IN: „Diese ,weißen‘ Oscars sind schade. Man sollte sich fragen, warum Schwarze offensichtlich kaum Rollen angeboten bekommen, die in Erinnerung bleiben.“

Die ganze Story lest ihr ab Donnerstag, 28. Januar 2016, in der neuen IN.