Paul Walker: Jetzt verklagt auch sein Vater Porsche

Fehlende Sicherheitssysteme sollen Schuld am Tod des Schauspielers sein

Der tragische Tod von "Fast and Furious"-Star Paul Walker (✝40) vor knapp zwei Jahren schockierte die ganze Welt. Der Schauspieler verunglückte in seinem Porsche Carrera GT tödlich. Nachdem bereits Walkers Tochter Meadow Rain Walker, 17, rechtliche Schritte gegen den Fahrzeughersteller eingeleitet hatte, zieht jetzt auch der Vater des Stars nach und verklagt Porsche wegen Fahrlässigkeit.

 

War das Auto zu unsicher?

Knapp zwei Jahre nach dem tragischen Unfalltod von Hollywood-Star Paul Walker, wird der Autobauer Porsche mit einer weiteren Klage in dem Fall konfrontiert. Bereits im September hatte Walkers Tochter Meadow Rain wegen wiederrechtlicher Tötung Klage gegen den Sportwagenhersteller eingereicht.

In der Klageschrift heißt es, der Porsche Carrera GT habe eine ganze Reihe von Entwicklungsfehlern gehabt. Vor allem der Gurt sei Schuld daran gewesen, dass Paul lebendig verbrannte. Er habe sich einfach nicht mehr befreien können. Der Schauspieler habe nach dem Aufprall noch gelebt, als das Auto kurz darauf in Flammen aufging. Dies bewiesen Rußspuren in der Lunge des Toten.

Fehlende Sicherheitssysteme

Wie "The Hollywood Reporter" berichtet, zieht nun auch Walkers Vater und Nachlassverwalter Paul Walker Senior nach und verklagt den Sportwagenhersteller. In dem Porsche Carrera GT, in dem Walker ums Leben kam, haben laut Klageschrift Sicherheitssysteme gefehlt, die das Leben des Schauspielers hätten retten können.

Porsche weist alle Vorwürfe von sich

Der Hersteller Porsche hatte andere eingereichte Klagen, unter anderem die von Tochter Meadow Rain, bereits zurückgewiesen. Das Unternehmen sei nicht verantwortlich für den Tod des Schauspielers. Laut "TMZ" waren die Fehleinschätzungen Walkers und die Veränderungen am Auto Schuld an dem tragischen Unfall. In dem Gerichtsdokument heißt es, der Star sei ein "kundiger und fähiger" Fahrer gewesen und hätte die Gefahren einer schnellen Fahrt auch als Beifahrer erkennen müssen:

Mr. Walker wusste über die Risiken und Gefahren bezüglich der Nutzung eines 2005er Carrera GT Bescheid. Die Gefahren und Risiken waren offensichtlich bekannt,

bekräftige das Unternehmen. Außerdem sei der Wagen nicht ordnungsgemäß genutzt und gewartet worden.

Walker und sein befreundeter Rennfahrer Roger Rodas waren am 30. November 2013 in Los Angeles verunglückt, nachdem Rodas die Kontrolle über das Fahrzeug verlor und gegen einen Laternenpfahl prallte, woraufhin der Wagen in Flammen aufging.