R. Kelly rastet aus: Erstes Interview nach Missbrauchsvorwürfen

Der Sänger soll Sex mit Minderjährigen gehabt haben

Vergangene Woche wurde R. Kelly, 52, gegen eine Kaution aus dem Gefängnis entlassen. Ihm wird sexueller Missbrauch von Minderjährigen vorgeworfen. Nun beteuert er unter Tränen seine Unschuld im TV.

Muss R. Kelly ins Gefängnis?

R. Kelly war am 22. Februar wegen sexuellen Missbrauchs in zehn Fällen angeklagt worden. Die Taten sollen sich über einen Zeitraum von zwölf Jahren erstreckt haben. Einige der mutmaßlichen Opfer sollen minderjährig gewesen sein. Vor Gericht plädierte R. Kelly auf nicht schuldig. Er verbrachte das Wochenende darauf im Gefängnis in Chicago. Nach Hinterlegung von 100.000 Dollar - etwa einem Zehntel der geforderten Gesamtkaution - war er freigekommen.

Am 22. März muss er erneut vor Gericht erscheinen. Im Falle eines Schuldspruchs muss der Musiker mit drei bis sieben Jahren Strafe rechnen - pro Anklagepunkt. Damit drohen ihm bis zu 70 Jahre Haft.

 

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R. Kelly dementiert alle Vorwürfe 

Nun nahm der R&B-Sänger zum ersten Mal seit der Anklage selbst Stellung zu den Missbrauchsvorwürfen. Das komplette, anderthalb Stunden lange Interview von Journalistin Gayle King mit R. Kelly für „CBS This Morning" wird zwar erst heute ausgestrahlt, doch der Sender veröffentlichte vorab bereits einige Ausschnitte. Der 52-Jährige wirkt angespannt, verletzt und aggressiv. 

Gayle King konfrontierte ihn damit, dass sich mehrere Frauen in der Öffentlichkeit geäußert hätten, deren Aussage zufolge R. Kelly sie "emotional, körperlich und verbal" missbraucht habe.

Das stimmt nicht. Wie blöd wäre ich, sowas zu tun?,

sagte er im Hinblick auf seine Vergangenheit. Im Jahr 2010 war R. Kelly in einem Prozess wegen des Vorwurfs, er habe Kinderpornografie hergestellt, freigesprochen worden.

Die Leute gehen in meine Vergangenheit zurück und versuchen, all das Zeug von damals mit meinem heutigen Fall zu verknüpfen.

 

 

Ausraster vor laufender Kamera: „Ich kämpfe für mein verdammtes Leben"

Mit Tränen in den Augen und den Blick in die Kamera gerichtet, sagte R. Kelly in dem TV-Interview außerdem im Hinblick auf die neuen Vorwürfe: „Das ist bescheuert. Benutzt euren Verstand!".

Hört auf zu spielen! Ich habe das alles nicht getan. Das bin nicht ich. Ich kämpfe für mein verdammtes Leben.

Gayle King hat zudem ein Foto auf ihrem Instagram-Profil geteilt, auf dem R. Kelly regelrecht auszurasten scheint, als sei er aufgesprungen, als schreie er sie an. 

 

Der R&B-Star greift Lady Gaga an

In einem weiteren Ausschnitt äusserte sich R. Kelly zu Kollegin Lady Gaga. Die Sängerin hatte Anfang Januar angekündigt, nie wieder mit dem Musiker zusammenarbeiten zu wollen und entschuldigte sich sogar für eine Kooperation in der Vergangenheit.

Sie ist ein grosses Talent. Es ist schade, dass es mit ihrer Intelligenz bei dieser Sache nicht so weit her ist,

kommentierte R. Kelly. Er finde es "nicht professionell", wie Kolleginnen und Kollegen in der Musikbranche mit den Vorwürfen gegen ihn umgehen. 

 

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