R. Kelly - Schock-Geständnis: Von Verwandter vergewaltigt

2002 wurde dem Sänger selbst Missbrauch einer Minderjährigen vorgeworfen

R. Kelly meldet sich zurück. Ende der 90er feierte der Sänger mit Hits wie 2002 dann der Tiefpunkt: R. Kelly muss sich vor Gericht verantworten. 

Vor 14 Jahren überschatteten Missbrauchsvorwürfe die Karriere von R. Kelly. Dem R&B-Sänger wurde zur Last gelegt, eine 13-Jährige zum Sex verführt zu haben, das Gericht sprach ihn später allerdings frei. In seiner Biographie schockt der Musiker jetzt mit einem intimen Geständnis: Er selbst sei selbst Opfer sexuellen Missbrauchs geworden. 

"Ich erinnere mich, wie ich die Augen schloss"

Im Gespräch mit dem Männermagazin rekapituliert R. Kelly an die schrecklichen Ereignisse seiner Kindheit. Ein weibliches Familienmitglied habe ihn über sechs oder sieben Jahre hinweg regelmäßig missbraucht.

(...) Ich erinnere mich an das Gefühl von Scham. Ich erinnere mich, wie ich die Augen schloss oder meine Augen mit meinen Händen verdeckte. Ich erinnere mich an diese Dinge, aber ich konnte sie (damals) nicht richtig einordnen,

gibt der heute 49-Jährige zu Protokoll. Das habe seinen Umgang mit Sexualität entscheidend geprägt und ihn frühreif und sexuell offener gemacht. Wut auf die Täterin empfinde er mittlerweile nicht mehr. 

"Fluch der Generationen"

Ich vergebe ihr auf jeden Fall. Jetzt, da ich älter bin, sehe ich, dass es dabei nicht nur um mich und sie ging, aber auch um sie und jemand Älteres als sie, als sie noch jünger waren. Ich sehe es wie eine Art, ich weiß auch nicht, wie eine Art Fluch der Generationen, also quasi über die Familie weitergegeben.

Damit bezieht sich der einstige Star der R&B-Szene wohl auf das dunkelste Kapitel in seiner beruflichen und privaten Laufbahn. R. Kelly wurde insgesamt 14 Anklagepunkte der Kinderpornographie vorgeworfen, gegen die er sich vor Gericht verteidigen musste. Zudem wurde dem Ex-Mann der verstorbenen Aaliya zur Last gelegt, ein 13-jähriges Mädchen missbraucht zu haben. Er wurde schließlich für unschuldig erklärt, doch die Nachwirkungen des medienwirksamen Vorfalls kratzen noch heute an seinem Image.
 
Ob sich der Sänger mit diesem fragwürdigen Vergleich für seine Fehler rechtfertigen möchte?