Schock-Enthüllung von Linda Zervakis: "Ich bin oft verprügelt worden"

Als "Zaziki" beschimpft: Die "Tagesschau"-Sprecherin mit griechischen Wurzeln erzählt von ihrer traumatischen Kindheit

Linda Zervakis: Seit 2013 ist sie die Nachfolgerin von Marc Bator - und damit Sprecherin der Linda Zervakis hat Karriere gemacht und zwei Kinder - doch ihr Leben war nicht immer einfach. 

Wir kennen Linda Zervakis als die schöne, eloquente "Tagesschau"-Sprecherin. Doch ihre Kindheit verlief für die 41-Jährige alles andere als reibungslos: Als Mädchen mit griechischen Wurzeln ging sie in Hamburg durch die Hölle. 

Erste Tagesschau-Sprecherin mit Migrationshintergrund

Linda Zervakis ist die erste Sprecherin der Hauptausgabe der "Tagesschau" mit Migrationshintergrund. Bevor sie beim NDR Karriere machte, verlief ihre Kindheit und Jugend jedoch alles andere als privilegiert.

Die zweifache Mutter wuchs als Tochter griechischer Gastarbeiter in Hamburg-Harburg auf, wo sie bis 1994 das Friedrich-Ebert-Gymnasium besuchte. Ihr Vater führte einen Kiosk in dem Stadtteil im Süden Hamburgs. Nach seinem Tod musste sie zusammen mit ihren ebenfalls minderjährigen Brüdern ihrer Mutter bei der Arbeit im Kiosk helfen. Noch bis zu ihrem 28. Lebensjahr jobbte sie dort sonntags.

Linda Zervakis: "Wir wussten oft nicht, ob das Geld bis zum Monatsende reicht"

Heute ist sie 41, hat sowohl die deutsche und die griechische Staatsbürgerschaft und erinnert sich im Gespräch mit der "Süddeutschen" an ihr Leben an der Armutsgrenze:

Ich bin mit dem Bewusstsein durch die Schulzeit gegangen, dass ich nicht mithalten kann. Wir lebten in einem Hochhaus, das Zimmer habe ich mir mit meinen älteren Brüdern geteilt, bis ich 18 war. Ich musste auch deren Kleidung auftragen. Wir wussten oft nicht, ob das Geld bis zum Monatsende reicht.

 

"Mein Spitzname war Zaziki. Ich bin oft verprügelt worden"

Bei den Mitschülern eckte sie auch mit sowohl mit ihren griechischen Wurzeln als auch mit ihrer Intelligenz oft an:

Mein Spitzname war Zaziki. Ich bin oft verprügelt worden. Da war ich neun oder zehn und hatte eine Klasse übersprungen. 

"Ich hatte immer Mohrrüben dabei - damit habe ich sie bespuckt"

Trotz ihrer zarten Statur lernte Linda, sich zur Wehr zu setzen: "Ich hatte ein wenig Beef mit meiner Nachbarin, da hat sie andere aufgestachelt, und die haben dann auf mich gewartet in der Pause. Ich hatte immer Mohrrüben dabei, die ich mit dem Pausenzeichen klein gebissen habe. Damit habe ich sie bespuckt. Das war natürlich wahnsinnig eklig, aber ich war spindeldürr und hatte überhaupt keine Kraft; irgendwie musste ich mich wehren."

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