Schockierender Drogen-Selbstversuch: Geht Jenke von Wilmsdorff zu weit?

Medienwächter prüfen, ob das RTL-Experiment die Jugend gefährdet

Jenke von Wilmsdorff ließ sich bei seinem Drogen-Trip filmen. Ist er mit seinem Selbstexperiment dieses Mal zu weit gegangen? In

Ob Rollstuhlfahrer, Rentner, Hartz-IV-Empfänger oder Demenzkranker - Jenke von Wilmsdorff, 50, schlüpft für seine RTL-Show gerne in extreme Rollen, um seine Grenzen auszutesten. Nachdem er in in einem Selbsttest die Wirkung von Drogen erprobt hatte, schlägt die deutsche Medienaufsicht nun Alarm. Ist "Das Jenke Experiment" überhaupt noch jugendgerecht? Oder verführt der Fernsehjournalist junge Leute zur Drogeneinnahme? Das wollen Medienwächter nun prüfen. 

Medienwächter nehmen "Das Jenke-Experiment unter die Lupe" 

Wir prüfen, ob es einen Anfangsverdacht gibt, dass die Ausstrahlung jugendgefährdend gewesen ist , 

äußerte sich eine Sprecherin der für den Kölner Sender zuständigen Niedersächsischen Landesmedienanstalt in Hannover gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. RTL steht jedoch zum "Jenke-Experiment" und betont, man habe mit dem Drogen-Selbstversuch vor den Konsequenzen von Ecstasy, LSD und Co. warnen wollen.

Wir setzen uns mit dm Thema Drogensucht auseinander, weil es in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen und damit höchst relevant ist , 

heißt es in einer Stellungnahme des Senders.

Jenke von Wilmsdorff testete Drogen-Wirkung vor laufender Kamera 

Von Wilmsdorff hatte vor laufender Kamera harte Drogen eingenommen und sich bei dem 48-stündigen Rausch filmen lassen. Anschließend war er sogar nach Portugal gereist, um dort legal LSD zu konsumieren. Auf Halluzinationen und Glücksgefühle folgte eine einwöchige Depression. Angeblich habe er zum ersten Mal in seinem Leben Drogen genommen. Zudem rechtfertigte er der 50-Jährige sich, es habe sich bei den Pillen um "legal highs" gehandelt. 

Diese Stoffe können in Deutschland legal gekauft werden, da sie nicht in den Anlagen des Betäubungsmittelgesetzes aufgeführt sind , 

zitiert RTL seinen beratenden Forensischen Toxikologen des Universitätsklinikum Freiberg. Obwohl Medienwächter das Selbstexperiment kritisch beäugen, seien bislang keine Beschwerden beim Sender eingegangen. 

 

Gefährdet "Das Jenke-Experiment" die Jugend?

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