„Viola Beach"-Tragödie: Hätte ihr Tod verhindert werden können?

Zwei Warnlichter sollen nicht funktionstüchtig gewesen sein

Der plötzliche Tod der britischen Indie-Band Viola Beach" schockte am vergangenen Samstag, 13. Februar, die Fans. Das Auto der Band verunglückte und stürzte südlich von Stockholm in einen Kanal. Die Musiker und ihr Manager konnten nur noch tot geborgen werden. Die Tragödie warf nicht nur bei den Fans, sondern auch bei der Polizei eine Menge Fragen auf, denn angeblich durchbrach das Fahrzeug trotz mehrerer Warnsignale eine geschlossene Schranke und stürzte anschließend ungebremst in einen Kanal. Nun kamen schreckliche Details an Licht, die zeigen, dass die Tragödie womöglich hätte verhindert werden können.

Schlimmer Unfall

Für die Fans der britischen Band „Viola Beach" hätte das Valentins-Wochenende wohl kaum trauriger sein können: Alle vier Band-Mitglieder verunglückten mit ihrem Wagen in Södertälje, Schweden, tödlich. Die Musiker seien samt Manager nach einem Auftritt auf dem Weg zum Flughafen von Stockholm gewesen, als sich der Unfall ereignete, berichten die internationalen Medien. Auf der Strecke habe sich eine Brücke über einem Kanal befunden, die zu dem Zeitpunkt für durchquerende Schiffe geöffnet gewesen war.

Zunächst war unklar, wie es zu der Tragödie kommen konnte, denn laut erster Erkenntnisse funktionierte die Warnanlage und auch andere Autos sollen vor der Brücke gewartet haben. Trotzdem sei das Unglücksfahrzeug ungebremst auf die Brücke zugerast und schließlich 25 Meter in die Tiefe gestürzt. Gegenüber dem „Daily Mirror" meldete sich nun der Vater eines Bandmitglieds zu Wort:

Es ist eine absolute Tragödie. Uns wurde bisher nur gesagt, dass sie mit ihrem Wagen von einer Brücke gestürzt sind. Ich weiß nicht, wer gefahren ist,

Warnlichter waren defekt

Nun, nur wenige Tage später, kommen neue schreckliche Details über den Unfall ans Licht, die zeigen, dass der Unfall womöglich hätte verhindert werden können. Wie die britische „The Sun" jetzt berichtet, sollen zum Zeitpunkt des Unfalls zwei Warnlichter defekt gewesen sein. Eigentlich hätte der Fahrer bereits 900 Meter vor dem Kanal ein Warnsignal sehen müssen, doch die Lichter blieben offenbar aus. Auch 200 Meter vor der Brücke seien die Warnsignale nicht funktionstüchtig gewesen, so heißt es. Nur das Warnsignal 70 Meter vor der Brücke hätte geblinkt - zu spät für das Unglücksfahrzeug. Eine Tatsache, die wohl tragischer nicht sein könnte, denn sollte sich diese Annahme bewahrheiten, hätte der Unfall tatsächlich verhindert werden können.

Von Öl-Tanker überfahren

Wie „The Telegraph" weiter erfahren haben will, soll ein Öl-Tanker das verunglückte Fahrzeug im Kanal auch noch überfahren haben. Der Kapitän habe zwar gesehen, dass etwas von der Brücke fiel, da ihm aber keine Meldung über einen Unfall vorlag, habe er angenommen, es handle sich einfach um eine große Menge Schnee. Diese Meldung wurde zwar noch nicht offiziell bestätigt, doch sollte sich das Unglück wirklich so zugetragen haben, hatten die fünf Männer im Alter von 20 bis 35 Jahren wohl keine Chance.

Wir wünschen der Angehörigen viel Kraft.