Wotan Wilke Möhring: "Ich hielt meinen Vater im Arm und er starb"

Der Schauspieler kommt über den tragischen Tod nicht hinweg

Selten spricht Wotan Wilke Möhring über richtig private Dinge. Der deutsche Schauspieler macht viel lieber mit seinen großartigen Projekten auf sich aufmerksam, anstatt sich in intimen Plaudereien zu verlieren. Jetzt allerdings öffnete der 48-Jährige eine sehr emotionale Seite: Wotan sprach zum ersten Mal über den tragischen Tod seines Vaters.

Die schlimmsten Stunden

Es gibt nicht viele Menschen im Leben, deren Tod man für immer tief betrauert. Das Ableben der eigenen Eltern gehört zweifelsohne aber dazu. Auch wenn es das Schlimmste ist sein eigenes Kind zu Grabe zu tragen, ist es nicht weniger tragisch den Vater oder die Mutter zu verlieren. Sie geben dem Leben einen Sinn, sie zeigen einen den eigenen Charakter auf, sie sind es die einen ewig prägen.

Wotan Wilke Möhring hat vor wenigen Jahren seinen Vater verloren. Über diesen Schicksalsschlag gab es bisher nur wenige Informationen, weil das ganze Thema doch ziemlich privat ist. Jetzt gab der "Tatort"-Star das erste Interview, das offenlegt, wie schwer dieser Tod zu verarbeiten ist. 

Wotan war mit seinen Brüdern und seinem Papa in einem Männer-Urlaub, als das Familienoberhaupt plötzlich verstarb. Er erzählt gegenüber "Stern":

 

Kurz vor der Abfahrt sind mein Vater und ich noch mal zusammen mit einem Quad, also so einem vierrädrigen Motorrad, durch einen Wald gefahren. Und auf einmal – ich weiß nicht, warum – hat er die Kontrolle verloren und ist gegen einen Baum gefahren. Dann waren wir beide allein in diesem Wald. Ich hielt ihn im Arm und er starb. Ich werde das nie in meinem Leben vergessen.

 

Es geht immer weiter

Ohne Worte ... Bis heute kann der Schauspieler mit diesem tragischen Verlust nicht wirklich umgehen. Solch ein Ereignis zeichnet wohl jeden Menschen für das ganze Leben. Man wisse manchmal erst wie viel einem eine Person bedeute, wenn diese für immer verschwunden ist, so der 48-Jährige. Wotan schließt das emotionale Thema in dem Interview folgend ab:

 

Meine Mutter dachte, dass ich da nicht drüber wegkomme. Vadders Tod ist bis heute bei mir nicht richtig angekommen. Ich vermisse ihn immer noch. Erst als unsere erste Tochter Mia auf die Welt kam, wurde es besser. Da wurde mir klar: Ja, so ist es im Leben. Der eine geht, der andere kommt. Es geht immer weiter.