Interview

Olivia Jones: Dschungelcamp-Diskussion um Gil Ofarim "hat dem Format die Leichtigkeit genommen"

Nicht nur Sonja Zietlow und Jan Köppen, sondern auch Olivia Jones wurde in diesem Jahr von einigen Dschungelcamp-Fans kritisiert. Bei der Eröffnung ihrer eigenen "Dschungel Bar" in Hamburg haben wir die Kult-Dragqueen getroffen und mit ihr noch einmal über die letzte Staffel und Sieger Gil Ofarim gesprochen ...

Olivia Jones äußerte sich zur Dschungelcamp-Kritik wegen Gil Ofarim
Olivia Jones äußerte sich in unserem Interview zur Kritik rund um die letzte Dschungelcamp-Staffel.© Getty Images, RTL

Olivia Jones über Zuschauer-Kritik nach Dschungelcamp: "Muss überlegen, was für ein Format das ist"

2013 zog Olivia Jones (56) selbst ins Dschungelcamp und belegte den zweiten Platz, mittlerweile moderiert sie seit Jahren zusammen mit Angela Finger-Erben (46) die IBES-Aftershow-Sendung "Die Stunde danach". Als langjährige Hamburger Gastronomin hat sich die Kult-Dragqueen und dazu entschieden, ihre beiden Berufe zu vereinen - und zwar in Form einer "Dschungel Bar". Am 11. März eröffnete die 56-Jährige im Hamburger Stadtteil St. Pauli im Beisein von Ex-Campern wie Menderes Bağcı (41), Micaela Schäfer (42), Julian F. M. Stoeckel (38) und Hubert Fella (58) "Olivias Dschungel Bar". Wie ihr die Idee kam? "Ich hatte schon lange im Kopf, mal so eine Dschungelbar zu machen. Aber ich habe mir überlegt, dass es schon noch etwas Besonderes sein muss. Also da muss es doch irgendwas geben, was es sonst in anderen Bars nicht gibt. Und die Reality-Entwicklung wird ja immer krasser. Das ist wirklich abgefahren, wie viele Formate das gibt. Es gibt viele Formate, die ich noch nie gesehen habe. Und diese Formate haben Millionen Fans. Aber das Dschungelcamp ist natürlich Königsklasse, das glamouröseste Format. Und ich weiß warum - weil es wirklich hart ist. Und ich habe dem Dschungelcamp viel zu verdanken. Und deswegen haben wir dem Dschungelcamp hier so ein kleines Denkmal gesetzt", verriet sie im Interview mit OKmag.de.

Diskussion um Gil Ofarim "hat dem Format die Leichtigkeit genommen"

Dabei hinterließ die diesjährige Dschungelcamp-Staffel für viele Zuschauer einen faden Beigeschmack - und das vor allem wegen Sieger Gil Ofarim (43). Die Moderatoren Sonja Zietlow (57) und Jan Köppen (42), aber auch Olivia Jones und Angela Finger-Erben hatten sich im Nachgang Fan-Vorwürfe gefallen lassen müssen, sie hätten Aussagen des Musikers zu wenig eingeordnet und richtiggestellt. Doch was sagt die Kult-Dragqueen selbst zu der Kritik? "Man muss überlegen, was das Dschungelcamp für ein Format ist. Das ist Trash. Es geht um eine Krone aus Blättern. Dieses Jahr habe ich das Gefühl gehabt, dass es um die Wahl des Bundespräsidenten geht", so die 56-Jährige. Weiter erklärte sie:

Und bei mir, man muss das wirklich auseinanderhalten. 'Das Promi-Büßen' ist was komplett anderes, auch für mich, als das Dschungelcamp. Also 'Promi-Büßen', da ordnen wir wirklich ein und gehen in die Tiefe. Aber im Dschungelcamp, da sehe ich mich als einen schwulen Papagei, als Clown, und nehme das auch alles nicht so für voll (lacht).

Weiter betonte Olivia: "Und wenn ich so Gäste habe, wie Mario Basler oder Thorsten Legat, wenn ich da anfangen würde, die einzuordnen, da würde ich aus dem Einordnen gar nicht wieder rauskommen." Dennoch fand die "Die Stunde danach"-Moderatorin auf kritische Worte - vor allem für den Ausgang des diesjährigen Dschungelcamps: "Ich würde mir fürs nächste Dschungelcamp wünschen, dass jemand gewinnt, König oder Königin wird, wo sich alle irgendwie drauf einigen. Jemand, den alle vielleicht wählen würden und der nicht so polarisiert. Das fand ich ein bisschen schade. Das hat dem Format dieses Mal so ein bisschen die Leichtigkeit genommen. Aber Dschungel ist und war immerhalt skandalös. Und dieses Jahr ganz besonders." Olivias Favoriten waren dabei ganz klar Hubert Fella, der ebenfalls zur Eröffnung gekommen war, und Samira Yavuz (32): "Ich hätte mir einfach gewünscht, dass meine Freundin Hubert Fella das gewinnt. Weil Hubert am echtesten fand. Und er war einfach lustig, unterhaltsam, hatte für alle ein Ohr unnd war so emotional. Aber über Samira hätte mich auch gefreut. Und ich bin immer noch verwundert, dass sie das nicht gewonnen hat."

Verwendete Quellen: Eigenes Interview