Heroin-Oscar als makaberes Mahnmal für Hollywood

Anspielung auf Drogen-Tod von Philip Seymour Hoffman

Der britische Künstler Auf dem Sockel steht Schauspieler Philip Seymour Hoffman starb Anfang des Jahres an einer Überdosis

Er selbst gewann einen Oscar, und war für einen weiteren nominiert. Doch dieses Jahr erinnerte nur ein Foto in dem Einspieler zu Ehren verstorbener Schauspieler und Produzenten an den Schauspieler Philip Seymour Hoffman (†46), der im Januar an einem Drogencocktail verstarb. Ein Mahnmal, dass die Oscar-Statue mit einer Heroinspritze darstellt, soll nun Hollywood und Co. wachrütteln.

Der britische Street Art Künstler "Plastic Jesus" fertigte diesen speziellen Oscar an, der nun auf der Melrose Avenue, wenige Meter vom Veranstaltungsort der Oscar-Verleihung aufgestellt wurde.

Wie die Oscar-Trophäe sieht die Statue aus, jedoch sticht dieser Goldjunge sich eine Heroin-Nadel in den Arm. Auf dem Sockel stehen die Worte "Hollywoods best kept secret" (dt. Hollywoods bestgehütetes Geheimnis), die auf die Drogenprobleme der Stars hinweisen sollen.

Tabu-Thema Drogen

Der Künstler sagte zu "ABC-News" in einem Statement, dass er den Schauspieler verspotten wolle, sondern auf das Thema aufmerksam machen wolle: "Harte Drogen sind noch immer ein Tabu-Thema. Menschen nutzen sie privat zu Hause oder im Hotelzimmer und haben Angst vor den Konsequenzen, falls der Rest der Welt von ihrer Sucht erfährt", erklärt der Künstler sein Anliegen.

Kampf gegen die Sucht

Er wolle durch diese Statue Menschen mit Drogenproblemen helfen und sie im Kampf gegen ihre Sucht unterstützen, denn nicht nur Stars sterben den Drogen-Tod:

"Von Marilyn Monroe über John Belushi bis hin zu Heath Ledger und ganz aktuell Philip Seymour Hoffman - nur wenn eine ganz berühmte Person so tragisch stirbt, kommt dieses Thema in die Nachrichten. Allerdings stirbt fast wöchentlich jemand wegen Drogenkonsum", so "Plastic Jesus" im Interview mit "Daily News".

Vielen ist dieses Mahnmal vielleicht etwas zu makaber, doch sein Anliegen ist definitiv nachvollziehbar. Zu schade ist es, wenn junge Menschen sich systematisch zerstören, obwohl heutzutage bekannt ist, was Drogen dem Körper antun.