Dein Freund hat keine Lust auf Sex? Das können die Gründe sein!

Auch Männer mutieren immer mehr zu Sex-Muffeln

"Ach Schatz, ich bin schon so müde. Lieber ein anderes Mal", bei diesem Szenario stellen sich die meisten die Frau als die Übeltäterin vor, die ihrem Mann mal wieder den Sex verwehrt. Doch die Realität ist: Auch immer mehr Frauen bekommen diesen Satz von ihren Partnern zu hören.

Das weit verbreitete Klischee, der Mann wolle immer nur Sex und die Frau habe immer Migräne ist längst überholt. Angeblich werden auch Männer zunehmend zu Sex-Muffeln und die Frauen sind diejenigen, die abends frustriert einschlafen. Das kann viele Gründe haben …

Stress und Druck verursachen eine körperliche Anspannung

Wenn dein Partner im Job unter ständiger Anspannung steht und über- oder auch unterfordert ist, ihr euch mit finanziellen Sorgen oder mit Beziehungsproblemen herumschlagt, kann ihm die Lust auf Sex schon mal vergehen.

Dabei geht es gar nicht nur um die Gedanken, die vielleicht um ein bestimmtes Thema kreisen. Auch der Körper spielt dabei eine wichtige Rolle. Denn dieser ist jetzt besonders angespannt und innerlich fast schon steif. Wir alle verlieren dabei das Gefühl für unseren Körper. Damit die Erregung fließen kann, versuch doch mal, deinen Partner mit einer Massage zu entspannen. Klopfen, über seine Haut streicheln, bis er sich entspannt und sich wieder besser spürt.

Nicht ausgelebte sexuelle Wünsche blockieren

Nach der heißen Anfangsphase treffen sich viele Paare im Bett beim kleinsten gemeinsamen Nenner. Man hat ja so langsam herausgefunden, was den anderen erregt und dann wird das Programm so auch abgespult. Wenn bis dahin nicht über das gesprochen wurde, was er oder sie noch gern hätte, wird es schwer.

Es ist ohnehin nicht einfach, über sexuelle Wünsche zu sprechen. Die einen haben Angst, den anderen zu verlieren, zu schockieren oder zu verletzen. Und die anderen wissen noch nicht einmal selber, was sie wirklich wollen. Wenn ich aber nicht auslebe, was mir WIRKLICH Spaß macht, wenn ich es verdränge oder mich immerzu danach sehne, wie soll ich dann dauerhaft Lust auf Sex haben? Und das gilt für Männer wie auch für Frauen. Deshalb: Ran an den Speck! Raus damit! Butter bei die Fische!

Depressionen und Medikamente haben lusthemmende Nebenwirkungen

Wie geht es deinem Partner gesundheitlich? Gibt es vielleicht die eine oder andere erwähnenswerte Angelegenheit? Volkskrankheit Nummer Eins ist die Depression und betrifft nicht nur Frauen. Aber gerade Männer können sich ganz Probleme nur sehr schwer eingestehen. Sie haben schließlich keine, schon gar keine psychischen …

Eine Depression jedoch führt zu verschiedenen vegetativen Symptomen wie Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Ein- und Durchschlafstörungen oder Druck auf der Brust. Das allein würde ja schon ausreichen, der Lust auf Sex den Garaus zu bereiten.

Und wie kommt die Lebenslust wieder? Je nach Schweregrad der Depression hilft eine Psychotherapie mit oder ohne unterstützende Medikamente. Apropos Medikamente: Es gibt eine ganze Reihe von Arzneimitteln, die als Nebenwirkung Lustlosigkeit hervorrufen, so wie die Pille bei Frauen. Deshalb ist es sinnvoll, wenn dein Partner dies mit dem Arzt oder der Ärztin bespricht.

Was macht der Testosteronspiegel?

Und wenn er das schon bespricht, kann er auch gleich seinen Testosteronspiegel checken lassen. Denn dieser kann ab dem 35. Lebensjahr bei Männern sinken – bei den einen mehr, bei den anderen weniger. Er kann sich auch Jahrzehnte auf seinem ursprünglichen Niveau halten. Das ist also soweit alles ganz normal. Nur spielt ausgerechnet dieses Hormon eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Lust. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Und tatsächlich hält Prof. Dr. Frank Sommer vom UKE in Hamburg den sinkenden Testosteronspiegel für einen Hauptgrund bei Lustlosigkeit von Männern.

Lustlosigkeit kann ein Vermeidungsverhalten sein

Bist du schon einmal in einer ganz besonders wichtigen Sache gescheitert? Zum Beispiel bei einer wichtigen Prüfung? Oder bei einem Heiratsantrag? Dann wirst du beim nächsten Mal schon sehr viel vorsichtiger sein. Vielleicht hast du die Sache auch gleich gecancelt.

Und jetzt stell dir vor, dein Partner hatte ein erotisches Missgeschick. Ihr habt ihn abgewiesen oder seine Erektion hat nicht mitgespielt. Es gibt Kämpfernaturen, denen das nichts ausmacht. Die denken nicht weiter darüber nach und versuchen ihr Glück bei der nächsten Gelegenheit. Aber andere ziehen sich zurück aus Angst, es könnte sich wiederholen. Und dabei haben sie so viele verschiedene Gedanken im Kopf:

  • Vielleicht glauben sie, erfahrener sein zu müssen als ihre Partnerin. Und wenn dann einmal etwas nicht klappt, befürchten sie, ihr Gesicht zu verlieren.
  • Vielleicht steigern sie sich so weit in die Angst hinein, dass sie ernsthafte Erektionsprobleme bekommen.
  • Vielleicht denken sie, nur Geschlechtsverkehr sei echter Sex und wenn der nicht geht, dann bräuchten sie gar nicht erst anzufangen.

Zeig deinem Partner, was Sex für dich bedeutet. Erkläre ihm, warum du neulich nicht wolltet. Lag es an ihm? Kam er nur im falschen Moment? Gab es etwas, worüber du dich gerade geärgert hattest? Über Sexuelles zu sprechen, kann euch in eine ganz neue Vertrautheit bringen.

Gib der Lust eine Chance

Denkt bitte immer daran: Wenn dein Partner keine Lust auf Sex hat, dann bedeutet das nicht gleich, dass er dich nicht mehr attraktiv findet oder eine andere Person in sein Leben getreten ist. Schaut gemeinsam und vor allem ohne Druck, was dahinter stecken könnte. Geht die Punkte im Einzelnen durch. Und wenn ihr gar nicht mehr miteinander reden könnt, solltet Ihr erst einmal anfangen, euch wieder anzunähern. Auch das ohne Druck und ohne Forderungen zu stellen.

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