Emotionale Live-Schalte: BBC-Reporter bricht in Paris in Tränen aus

Mit Video: Graham Satchell berichtete aus der Stadt der Terror-Anschläge - Candystorm via Twitter

Nicht nur für die Menschen in Paris, auch für die Reporter aus aller Welt ist es teilweise schwer zu verdauen, was sich nach der Terror-Serie vom 13. November in der Hauptstadt Frankreichs abspielte. Die Journalisten haben den Auftrag, objektiv von den Ereignissen vor Ort zu berichten. Doch als der BBC-Journalist Graham Satchell, 46, in Paris vor Blumen und bemalten Transparenten von der Anteilnahme der Menschen erzählt, bricht er während einer Live-Schalte in Tränen aus. 

Tränen in der Live-Übertragung

Graham Satchell ist ein erfahrender BBC-Reporter, der mit seinen drei Söhnen in London lebt. Doch als er über das Mitgefühl nach der Terrornacht von Paris mit mindestens 129 Todesopfern berichten will, bricht er vor laufenden TV-Kameras zusammen und kann nicht weiter moderieren. 

Satchall sagte am Dienstagmorgen im BBC-Frühstücksfernsehen:

Die Stimmung in Paris hat sich eindeutig verändert seit wir am Samstag ankamen - Paris war eine Geisterstadt. Letzte Nacht war unglaublich viel los, es gab Mahnwachen hier (am Platz der Republik), es gab Mahnwachen am Eiffelturm. Der Eiffelturm war erleuchtet in Rot, Weiß und Blau, was ich denke ein Zeichen von Hoffnung ist.

Graham Satchell: "Es tut mir leid"

Als er diese letzten Worte ausspricht, beginnt seine Stimme zu zittern. Der BBC-Reporter schließt die Augen und versucht sich zu sammeln. Nach einer kleinen Pause sieht er zu Boden, berührt die Hand mit der Stirn, schluckt schwer und stammelt beschämt: "Entschuldigung, es tut mir leid."

Zur Moderatorin im Studio, Sally Nurgent, sagt der Auslands-Reporter schließlich: "Ich werde es damit belassen. Es gibt definitiv Hoffnung hier in Paris." Und damit verlässt er den Schauplatz, während Nurgent im Studio tröstende Worte für den überwältigten 46-Jährigen findet. 

"Personifizierung wahrer, ehrlicher Berichterstattung"

Satchell schlägt seither eine Welle der Sympathie entgegen, ein User nennt Graham Satchell "die Personifizierung von wahrer, ehrlicher Berichterstattung". 

 

 

Ein anderer bedankt sich bei Satchell mit den Worten:

Danke, Graham Satchell, für die professionelle, aufschlussreiche und doch sehr menschliche Berichterstattung. #authentisch

Eine Userin kommentiert auf Twitter: "Kein Grund, sich für Tränen zu schämen. Ich kann mir nicht ausmalen, was die Reporter der Ereignisse gesehen und gehört haben müssen."  

Der TV-Journalist bedankte jetzt sich für die Unterstützung der Zuschauer. Via Twitter ließ er seine Follower wissen: 

Ich danke euch für all eure lieben Tweets. Ich komme mir ganz klein vor durch die Pariser Reaktionen in den letzten Tagen. Es war nur ein Moment - fühle mich etwas beschämt.  

 

 

Seht hier das emotionale Video:

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