Glück im Unglück: So überlebten zwei Frauen den Kugelhagel in Paris

Dem Attentäter waren plötzlich die Kugeln ausgegangen

Unfassbares Glück im Unglück hatten zwei Frauen in der Terror-Nacht von Paris am letzten Freitag, 13. November. Sophia Bejali und Barabara Serpentini saßen zusammen an einem Außentisch der Pizzeria „La Casa Nostra“, und versteckten sich eng umschlungen darunter, als sie Schüsse hörten. Doch der Attentäter entdeckte die beiden und zielte – doch die beiden überlebten, da ihm die Kugeln ausgegangen waren.

Das Ausmaß des Horrors, der sich letzte Woche in Paris ereignete, kann man als Außenstehender kaum begreifen. Sogar Überlebende, die nur Zentimeter von einem der Attentäter entfernt waren, können nicht glauben was ihnen passiert ist, und wie sie mit dem Leben davon kommen konnten.

Dem Tod ganz nah

In einem Interview mit der britischen Zeitung „Daily Mail“ erzählten Sophia Bejali und Barbara Serpentini davon, wie sie die Terror-Nacht überlebten. Tatsächlich war ihnen gar nicht klar gewesen, wie nah sie dem Attentäter und damit dem Tod gewesen waren.

„Wir wussten nicht, wie knapp wir dem Tod entkommen sind“, verriet Bejali der Zeitung. „Es ging alles so schnell“, erinnert sie sich. Doch ein Blick auf die Überwachungskameras zeigte, dass der Attentäter die beiden Frauen entdeckt hatte und sogar auf sie zielte und abdrückte. Doch da ihm die Kugeln ausgegangen waren, blieben die Frauen am Leben und der Attentäter wandte sich ab.

Zu wenig Munition

„Ich wusste nicht, wie nah er war und dass er schon versucht hatte, uns zu töten“, sagte die Sophia Bejali, nachdem sie die Aufnahmen gesehen hatte.

Es ist verrückt zu wissen, dass wir unser Leben einer einzigen fehlenden Kugel verdanken.

Doch wirklich realisieren kann es noch keine der beiden. „Ich freue mich für die Frau in dem Video, aber ich kann nicht glauben, dass ich das bin“, gibt die 18-Jährige Barbara Serpentini zu.

Freiwillige Flüchtlingshelfer

Die beiden Frauen hatten sich erst wenige Wochen zuvor kennen gelernt, als sie sich als freiwillige Helfer anmeldeten und Flüchtlinge dabei unterstützten, eine Unterkunft zu finden. An diesem Abend hatten sie sich spontan für dieses Restaurant entschieden, um dort zusammen etwas zu trinken. Wären sie zu dem Restaurant auf der gegenüberliegenden Seite gegangen, wären sie vielleicht tot, ist auch Sophia Bejali bewusst. Hier seht ihr die Bilder der Überwachungskamera.