Melissa Ohden: Herzzerreißend! Sie überlebte ihre eigene Abtreibung

Erst nach 36 Jahren lernte sie ihre leibliche Mutter kennen

Melissa Ohden, 40, aus Missouri, USA, sollte eigentlich gar nicht auf der Welt sein. Nachdem sich ihre Mutter noch im achten Monat für eine Abtreibung entschied, rettete ihr eine Krankenschwester das Leben.

Melissas Oma sorgte für eine Salzabtreibung

1977 wurde Melissa im Bundesstaat Iowa geboren. Zum Glück! Denn eigentlich sollte die heute 40-Jährige gar nicht leben. Kurz vor der Geburt entschied sich ihre damals 19-Jährige Mutter noch im achten Monat eine Abtreibung durchführen zu lassen. Erst im vierten Monat bemerkte die damalige Studentin die Schwangerschaft - wollte trotz der “plötzlichen“ Schwangerschaft ihr Kind auf die Welt bringen. Doch Melissas Oma war ganz klar dagegen! Grund dafür war die Beziehung zu dem Verlobten, die ihr so gar nicht passte. Und somit drängte Melissas Großmutter ihre Tochter, das Baby abtreiben zu lassen. Das sie als Krankenschwester arbeitete, kam ihr wie gerufen - sie organisierte eine Salzabtreibung ihrer eigenen Enkelin!

Melissa Ohden überlebte die Abtreibung 

Nicht ohne Grund, ist diese Form von Abtreibung in den meisten Ländern verboten. Denn der Eingriff ist äußerst brutal: Das Fruchtwasser wird punktiert und abgelassen. Danach wird eine hochkonzentrierte Salzlösung gespritzt. Das Baby schluckt die Flüssigkeit und verätzt innerhalb von 24 Stunden.

Schließlich gebar Melissas Mutter das totgeglaubte Baby und verließ das „Saint Luke’s Hospital“. Doch was danach geschah, klingt wie ein Wunder: Eine Krankenschwester sah, dass Melissa noch lebt! Das kleine Baby bewegte sich, weinte ganz leise und keuchte nach Luft. Melissa wog damals gerade mal 900 Gramm. Sofort wurde das Baby auf die Intensivstation gebracht.

Ich habe die Frau, die mich auf die Neonatologie gebracht hat, nie getroffen, aber sie ist ein Engel. Ich verdanke ihr mein Leben. Sie erkannte, dass ich es wert war, zu leben,

so Melissa gegenüber „Mail Online“. Nach drei Monaten kam Melissa zu ihren Adoptiveltern Linda und Ron Ohden, die bereits eine vierjährige Tochter namens Tammy adoptiert hatten. Damals vermuteten die Ärzte, dass das Kind Entwicklungs-, Seh-, und Gehörstörungen durch die Abtreibung haben würde - doch heute ist Melissa kerngesund!

 

Unter dem Foto schreibt sie: „Ich bin heute Abend auf dieses Foto von mir gestoßen. Ich war 25 Tage alt und hatte es auf 1300 Gramm geschafft.“

Melissa Ohden erfuhr mit 14 Jahren von ihrer Abtreibung

Während eines Streits mit ihrer älteren Schwester erfuhr die Sozialpädagogin von ihrer Abtreibung.

Es war während einer dieser explosiven Auseinandersetzungen, als ich 14 war, da plapperte Tammy aus: Zumindest wollten meine Eltern mich“.

Sofort lief die damals 14-Jährige zu ihren Adoptiveltern, die ihr dann endlich die ganze Wahrheit erzählten. Es war ein Schock-Moment für die Teenagerin: „Ich war wütend, schämte mich, fühlte mich sogar schuldig", verrät Melissa gegenüber „Daily Mail“. Diese traurige Geschichte verarbeitete die heute 40-Jährige auf ihre ganz eigene Art und Weise - sie trank Alkohol und erkrankte an Bulimie. Bis sie sich wieder gefangen hatte - Melissa fing an zu studieren und ihre eigene Geschichte zu recherchieren.

Erst nach 36 Jahren lernte sie ihre leibliche Mutter kennen

Seit sie 19 war, suchte Melissa vergeblich nach ihrer leiblichen Familie. Sie konnte ihren biologischen Vater ausfindig machen, schrieb ihm einen Brief, doch er konnte nicht mehr antworten, da er bereits verstorben war. Erst im Mai 2016 und 36 Jahre später traf Melissa endlich ihre leibliche Mutter. „Wir umarmten uns und weinten", so Melissa. Mittlerweile habe sie ihrer Mutter und Oma verziehen: „Das macht das, was geschehen ist, nicht richtig, aber es befreit mich vom Schmerz. Wir sind alle Menschen und machen Fehler.".

 

 

 

Mittlerweile ist Melissa selbst Mutter von zwei Kindern und verheiratet. Ihre erste Tochter Olivia bekam sie im gleichen Krankenhaus, indem sie auch geboren wurde.

Ihre Geschichte hat sie in einem Buch veröffentlicht. Außerdem gründete sie die Organisation „The Abortion Survivors Network“ , die Menschen mit dem gleichen Schicksal unterstützt.

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