Nach Rassismus-Protesten: H&M muss Filialen schließen

Wegen einer Werbekampagne wird die Modekette derzeit scharf kritisiert

Mit so einem Ausmaß hatte wohl niemand gerechnet: Nachdem die schwedische Modekette H&M vor wenigen Tagen eine Menge Kritik für eine Werbekampagne einstecken musste, wollen die Negativ-Stimmen einfach nicht verstummen. In Südafrika demolierten Demonstranten gestern (13. Januar) gleich mehrere Filialen - und der Modegigant zieht seine Konsequenzen.
 

Kinderpulli sorgt für weltweiten Skandal

Wir wollen uns gar nicht ausmalen, wie es dem Mitarbeiter von H&M ergehen muss, der für DIE Werbekampagne verantwortlich ist, die derzeit weltweit in der Kritik steht. Ein grüner Kinderpullover mit dem Aufdruck "Coolest Monkey in the Jungle" (zu dt.: "Coolster Affe im Dschungel") hatte für einen riesigen Skandal gesorgt. Der Grund: Das Model ist ein kleiner, farbiger Junge. 

Logisch, dass sich die Reaktionen zu diesem Pullover überschlagen mussten. Viele interpretierten das Bild als "unangemessen", "beleidigend" und vor allem "rassistisch". Sogar der Rapper The Weeknd, der als Model für das schwedische Modeunternehmen tätig war, beendete kurzerhand die Zusammenarbeit mit H&M.

Mutter des Models schaltet sich ein: "Kommt darüber hinweg!"

Natürlich zog H&M die Werbung sofort zurück, doch der Imageschaden ist bereits jetzt enorm. Mittlerweile schaltete sich auch die Mutter des kleinen Jungen ein und rief dazu auf, sich nicht länger über die H&M-Kampagne aufzuregen. Auch die Rassismus-Vorwürfe könne die gebürtige Nigerianerin nicht nachvollziehen: "Ich verstehe das wirklich nicht. Aber nicht, weil ich es nicht will, sondern weil das nicht meine Art zu denken ist", zitiert sie das britische News-Portal "Metro".

Demonstranten verwüsten H&M-Geschäfte

Dennoch wollen die negativen Stimmen rund um die Werbekampagne von H&M einfach nicht verstummen. Neben einem weltweiten Imageschaden, muss H&M in einigen Ländern nämlich jetzt auch um seine Filialen fürchten. In Südafrika randalierten Demonstranten gestern (13. Januar) in einigen Läden des Modegiganten. Videos bei Twitter zeigen die in orangenen T-Shirts gekleideten Personen vor dem Eingang, alles scheint anfangs friedlich.

Doch weitere Aufnahmen beweisen, dass die Demonstrationen gegen H&M in Südafrika ein krasses Ausmaß anzunehmen scheinen. Zu sehen sind Demonstranten, die wahllos Regale umwerfen, Schaufensterpuppen zerstören oder Kleidung umherwerfen. In insgesamt sechs Filialen soll es zu derartigen Zwischenfällen gekommen sein, berichtet "DailyMail".

Die Modekette muss Filialen schließen

Zwar wurden weder Kunden, noch Mitarbeiter verletzt, doch dennoch gehe die Sicherheit dieser vor, wie es in einem offiziellen Statement von H&M heißt:

Wir betonen, dass unsere Mitarbeiter in den Filialen nichts mit unserer traurigen Entscheidung zu tun haben, diesen Kinderpullover und die Werbung zu produzieren.

Aus diesem Grund sollen die Läden vorerst geschlossen werden. Der südafrikanische Politiker Floyd Shivambu lobte die gewalttätigen Übergriffe der Demonstranten. Seiner Meinung nach erfahre H&M "jetzt die Konsequenzen für seinen Rassismus."

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