Nach Terror-Nacht von Paris - Jetzt sprechen die Eagles of Death Metal

Frau des Schlagzeugers: "Er sagte, dass er mich liebe und in Sicherheit sei"

Nach der Terror-Nacht von Paris, in der mindestens 120 Menschen starben und über 200 zum Teil schwer verletzt wurden, stehen Frankreich und die ganze Welt unter Schock. An mindestens sechs Orten in der französischen Hauptstadt wurden am Freitagabend, 13. November, fast zeitgleich Anschläge verübt. Präsident Francois Hollande verhängte den Ausnahmezustand. Am schwersten betroffen war die Konzerthalle Bataclan im Osten der Stadt, in der die Eagles of Death Metal gerade vor 1500  Zuschauern spielten. Die Attentäter schossen mit Maschinengewehren in die Menge. Nun hat sich die Band via Facebook und über Angehörige zu Wort gemeldet.

"Unsere Gedanken sind bei den Menschen, die von dieser tragischen Situation betroffen sind"

Noch gestern Nacht hatte sich die Garage-Rock-Band auf ihrer Facebook-Seite zu den fürchterlichen Ereignissen in Paris geäußert. Ihren fast 263.000 Fans schrieben sie, dass noch unklar sei, ob alle Bandmitglieder überlebt hätten:

We are still currently trying to determine the safety and whereabouts of all our band and crew. Our thoughts are with all of the people involved in this tragic situation.

Posted by Eagles Of Death Metal on Freitag, 13. November 2015

Wir versuchen derzeit noch die Sicherheit und die Aufenthaltsorte aller unserer Band und Crew-Mitglieder zu bestimmen. Unsere Gedanken sind bei den Menschen, die von dieser tragischen Situation betroffen sind.

"Er rief mich an, um mir zu sagen, dass er mich liebe"

Später ergänzte die Band in den Kommentaren:

UPDATE: Die Frau von Eagles-of-Death-Metak-Schlagzeuger Julian Dorio hat der Washington Post gesagt, dass alle Bandmitglieder in Sicherheit sind: "Wir halten den Atem an und beten für alle", sagt sie. "Er rief mich an, um zu sagen, dass er mich liebe und in Sicherheit sei. Alle auf der Bühne waren in der Lage hinauszugelangen.

"Es war so laut, es war lauter als die Band"

Eine Tür an der Rückseite der Bühne war die Rettung für die Musiker gewesen. Das berichtete der Bruder des Schlagzeugers Julian Dorio dem US-Fernsehsender WSB-TV. Sein Bruder habe erzählt, sie hätten gerade in etwa den sechsten Song gespielt, als sie automatisches Gewehrfeuer gehört hätten, noch bevor sie irgendetwas gesehen hätten.

Es war so laut, es war lauter als die Band, und sie warfen sich auf den Bühnenboden. Als sie aufstanden, um sich in Sicherheit zu bringen, sahen sie Männer, die mit automatischen Gewehren auf alles und jeden am Ort schossen,

erzählte Michael Dorio dem Sender. "Da gab es eine Tür auf der Rückseite der Bühne, die auf die Straße führte, und sie flohen durch die Hintertür."

Anders erging es anderen Konzertbesuchern, die bei dem verheerenden Anschlag in Halle von 1864 ums Leben kamen. Im ausverkauften Bataclan in der Pariser Innenstadt drängten sich am Freitagabend etwa 1500 Besucher, als schwer bewaffnete Angreifer in den Saal stürmten, Geiseln nahmen und wahllos in die Menge schossen. Rund hundert Menschen wurden getötet.

Mindestens 20 weitere Menschen wurden bei Anschlägen und Schießereien an fünf weiteren Orten in der französischen Hauptstadt umgebracht.