Otto Warmbier ist tot - Statement seiner Eltern rührt zu Tränen

Trauer nach Tod des in Nordkorea inhaftierten US-Studenten: "Er war zu Hause - und wir glauben, dass er das fühlen konnte"

Fred Warmbier: Februar 2016: Otto Warmbier weint vor Reportern in Nordkorea. Anschließend war er für 17 Monate inhaftiert worden. Am 13. Juni 2017 war er in seine Heimat in Ohio heimgekehrt - am 19. Juni starb er. 

Dieser Fall erschüttert weltweit: Der erst kürzlich nach 17-monatiger Haft in Nordkorea heimgekehrte US-Student Otto Warmbier (†22) ist tot. Das teilten seine Eltern Fred und Cindy Warmbier am Montag in einer Stellungnahme mit. Ihre Worte, die sie jetzt an die Öffentlichkeit richten, rühren zu Tränen. 

Eltern: "Otto Warmbier hat seine Reise nach Hause beendet"

Es ist unsere traurige Pflicht mitzuteilen, dass unser Sohn, Otto Warmbier, seine Reise nach Hause beendet hat. Im Kreise seiner ihn liebenden Familie ist Otto um 14.20 Uhr gestorben,

heißt es zu Beginn des emotionalen Statements. Fred Warmbier und seine Frau keine Illusionen: Ihr Sohn Otto musste in Nordkorea Fürchterliches erleiden, was letztendlich zu seinem Tod führte:

Leider ließen die grauenvollen Misshandlungen, die unser Sohn durch das nordkoreanische Regime erleben musste, kein anderes Schicksal zu als das traurige, das wir heute erleben mussten.

"Wir haben uns entschieden, an die Zeit zu denken, die wir mit dieser außergewöhnlichen Person verbringen durften"

Anschließend finden die Eltern des toten Studenten bewegende Worte für ihren Sohn, die angesichts der schrecklichen Ereignisse ihre Größe zeigen:

Es wäre einfach, sich jetzt auf das zu konzentrieren, was wir verloren haben: Die Zeit, die wir nicht mehr mit diesem herzlichen, bezaubernden und großartigen jungen Mann verbringen können, dessen Neugierde und Begeisterung für das Leben keine Grenzen kannten. Aber wir haben uns entschieden, an die Zeit zu denken, die wir mit dieser außergewöhnlichen Person verbringen durften.

"Wir glauben, dass er fühlen konnte, dass er zu Hause war"

Der 22-Jährige hatte nach Darstellung von Ärzten schwere Hirnschäden erlitten und war im Wachkoma liegend in die USA zurückgebracht worden. Er konnte zwar die Augen öffnen und blinzeln, es gab aber keine Anzeichen, dass er auf Sprache oder non-verbale Aufforderungen reagieren konnte. Die trauernden Eltern schreiben trotz des schrecklichen Verlusts auch versöhnliche Worte, denn immerhin war ihr Sohn im Kreise seiner Liebsten, als er starb:

Als Otto am 13. Juni nach Cincinnati zurückkam, konnte er nicht sprechen, nicht sehen und nicht auf Ansprache reagieren. Es wirkte, als sei er verängstigt, fast schon schmerzgeplagt. Auch wenn wir seine Stimme nie wieder hören konnten, haben sich seine Gesichtszüge innerhalb eines Tages entspannt - er hatte seinen Frieden gefunden. Er war zu Hause - und wir glauben, dass er das fühlen konnte. 

Was führte wirklich zu den schweren Hirnschäden von Otto Warmbier?

Woher die gesundheitlichen Schäden von Otto Warmbier rührten, ist bisher nicht abschließend geklärt. Ärzte vermuten, dass ein Herzinfarkt sei die wahrscheinlichste Ursache für die großen Schäden am Gehirn des 22-Jährigen ist. Bei jungen Menschen kann dies durch Gewalteinwirkung oder eine Vergiftung verursacht werden.

Die Führung in Pjöngjang hatte US-Diplomaten gegenüber angegeben, Warmbier sei in der Haft in Nordkorea an Botulismus erkrankt - einer schweren Nahrungsmittelvergiftung. Er habe eine Schlaftablette eingenommen und sei nicht mehr aufgewacht. Ob dies der Wahrheit entspricht, darf bezweifelt werden. 

US-Politiker: Es war Mord!

Einige US-Politiker sprechen derweil von Mord - und US-Präsident Donald Trump nennt die Regierung von Nordkorea ein "brutales Regime".

Lies hier das komplette Statement der Familie: 

 

 

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