Schockierend und ehrlich: So ist es wirklich, ein Kind zu bekommen

Rührendes Bekenntnis einer frisch gebackenen Mama

Wie geht es einem wirklich unmittelbar nach einer Geburt? Glaubt man den Social Media-Einträgen frisch gebackener Eltern, bringt das Neugeborene nichts als pures Glück, Zufriedenheit und absolute Perfektion. Doch ist dem wirklich so? Mit einem überraschend ehrlichen Post bei Facebook macht US-Amerikanerin Danielle Haines frisch gebackenen Müttern Mut!

Danielle Haines zeigt: Das ist die Realität

Ausgemergelt, verheult, fix und fertig, mit schmerzendem Körper und übernächtigt - genau das ist es, was man Danielle Haines auf dem Bild, das sie bei Facebook postete, ansieht. Was man nicht sieht, ist das unbändige Glücksgefühl, das die US-Amerikanerin in dem Moment fühlt. Doch das ist auch nicht Sinn ihres Posts gewesen, den sie vor rund drei Wochen, am 12. September, schrieb.

 

 

This is a picture of me 3 days postpartum. I was so raw and so open, I was a fucking mess. I loved my baby, I missed...

Posted by Danielle Haines on Samstag, 12. September 2015

 

Drei Tage nach der Geburt ihres Kindes fühlte sich Danielle nämlich alles andere als gut - und das wollte sie zeigen. Mit ihrem Säugling auf dem Arm posiert die Frau, die vielen anderen Müttern mit ihrem Post Hoffnung schenken möchte.

Das ist ein Bild von mir 3 Tage nach der Geburt. Ich war über die Maßen sensibel und so durcheinander. Ich liebte mein Baby, aber ich vermisste meinen Mann (er ist an diesem Tag wieder zur Arbeit gegangen). Ich war sauer auf meine Mutter und in meinem Herzen war dieser Schmerz wegen meines Bruders, denn meine Mutter hatte uns verlassen und jetzt hatte ich einen Jungen, der aussah wie er. Meine Nippel waren rissig und bluteten, meine Milch war aber noch nicht eingeschossen. Mein Baby wurde richtig hungrig, ich war traurig darüber, dass Menschen Babys töten, also mit Absicht, ich hatte nicht geschlafen, seit die Wehen eingesetzt hatten. Ich wusste nicht, wohin ich meine Brüste packen sollte, meine Gebärmutter war wund davon, dass ich die ganze Zeit darauf saß, während ich stillte, ich war irgendwie dabei, den Verstand zu verlieren…

, erklärt Danielle ihren physischen und psychischen Zustand kurz nach der Geburt mit einer so schonungslosen Ehrlichkeit, dass sie anderen frisch gebackenen Müttern damit direkt aus dem Herzen zu sprechen scheint.

Danielles Post erreicht viele Gleichgesinnte

Knapp 23.000 mal wurde der Beitrag mittlerweile geteilt, die Kommentare sprechen eine eindeutige Sprache. „Meine Zeit nach der Geburt war schwierig, weil nichts lief wie geplant“, berichtet etwa eine Frau. „Ich habe mich ganz genauso gefühlt und ich wünschte, mehr Leute würden darüber reden, weil es so unerwartet ist. Man fühlt sich schuldig und denkt “Was hab ich getan?”, obwohl man sein Kind wahnsinnig liebt“, bricht eine andere frisch gebackene Mutter ihr Schweigen.

Mittlerweile hat Danielle Haines eine Website ins Leben gerufen, auf der Frauen ihre Geburtsgeschichten beschreiben können, so wie sie wirklich waren - ungeschönt, ehrlich und offen.