Vermisste Rebecca Reusch: Bittere Abrechnung!

"Wie kann man so etwas behaupten?"

Wo ist Rebecca Reusch, 15? Die schmerzliche Frage bleibt für ihre Familie seit genau fünf Monaten unbeantwortet. Jetzt rechnet Rebeccas Vater mit der Polizei ab.

Rebecca Reusch: Ist sie noch am Leben?

Am 18. Februar macht sich Rebecca auf den Weg zur Schule. Dort kommt sie nie an. Der Teenie wird seit fünf Monaten vermisst und scheint wie vom Erdboden verschluckt. Die Polizei suchte Rebecca mit Spürhunden, Hubschraubern und Tauchern – jedoch ohne Erfolg. Vor ihrem Verschwinden hielt Rebecca sich im Haus ihrer Schwester auf. Schnell geriet ihr Schwager in den Fokus der Ermittlungen.

Florian S. saß drei Wochen in Untersuchungshaft, wurde aus Mangel an Beweisen aber wieder freigelassen. Während die Ermittler von einem tragischen Verbrechen ausgehen, hält Rebeccas Vater an der Hoffnung fest, seine Tochter eines Tages wieder in die Arme schließen zu können.

Vater von Rebecca: "Wie kann man so etwas behaupten?"

Wir sind total enttäuscht von der Arbeit der Polizei. Das letzte Mal, dass die Polizei uns über den Stand der Ermittlungen informiert hat, liegt mindestens zwei Monate zurück,

erklärt Rebeccas Vater im Gespräch mit "Focus Online". Er könne nicht nachvollziehen, dass die Polizei Rebecca bereits zum Tode verurteilt hat:

Sie sagen uns nicht nur nichts mehr. Sie haben auch nur diese eine vorgefertigte Theorie: Rebecca ist tot. Aber wie kann man so etwas behaupten, wenn man sie noch nicht gefunden hat,

klagt er. Rebeccas Familie habe das Vertrauen in die Ermittler verloren – und sucht die Schülerin auf eigene Faust.

 

"Immer wieder melden sich Leute direkt bei uns"

Hinweise aus der Bevölkerung hätten Rebeccas Angehörige bereits bis nach Polen geführt.

Immer wieder melden sich Leute direkt bei uns, die uns erzählen, Rebecca irgendwo gesehen zu haben. Wir setzen uns dann ins Auto, fahren zu den Personen und lassen uns die Umstände erklären,

sagt der Vater. Eine heiße Spur war offenbar noch nicht dabei. Trotzdem denken sie jeden Tag an ihre Rebecca: "Wir reden ganz oft über die."

 

DAS sagt die Staatsanwaltschaft Berlin zu den Vorwürfen

Die Verantwortlichen im Fall Rebecca würden laut "Focus Online" zahlreiche Hinweise abarbeiten. Eine Aufgabe, die viel Zeit in Anspruch nehme. Auf die Kritik von Rebeccas Vater reagiert eine Sprecherin so:

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es sehr deprimierend sein muss, über die Ermittlungsergebnisse nicht auf dem Laufenden gehalten zu werden, wenn es um die Aufklärung eines Verbrechens an der eigenen jungen Tochter geht.

Es sei jedoch nicht üblich, die Familie der Vermissten ständig auf dem Laufenden zu halten, wenn Rebeccas Schwager der einzige Haupttatverdächtige sei. So bleibt Rebeccas Vater weiterhin nur die Hoffnung, dass seine Tochter noch am Leben ist und bald wieder auftaucht.

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