Robin Williams (†63): Die traurigen Hintergründe seines Todes

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Er brachte Millionen Menschen zum Lachen, während er im Verborgenen gegen schwere Dämonen ankämpfte. Als Robin Williams im August 2014 im Alter von 63 Jahren verstarb, verlor die internationale Filmwelt einen ihrer begnadetsten Charakterdarsteller und Komödianten. Bis heute bleibt die Erinnerung an einen Ausnahmekünstler, dessen Leben von tiefen psychischen und körperlichen Belastungen überschattet war.

Der verstorbene Schauspieler Robin Williams schaut nachdenklich nach oben
Unvergessener Ausnahmekünstler: Robin Williams prägte über Jahrzehnte hinweg die internationale Kinolandschaft.© Getty Images

Robin Williams (†63): So sehr litt er vor seinem Tod

Vielleicht hätte man ihm doch irgendwie helfen können. Der Selbstmord von Robin Williams im August 2014 schockierte seine Fans und Kollegen auf der ganzen Welt. Der beliebte Schauspieler war erst 63 Jahre alt, als er sein Leben aus lauter Verzweiflung beendete. Über lange Phasen von Dunkelheit und Traurigkeit sprach er schon früh, erstmals öffnete er sich 1979 in der "Dick Cavett"-Show. Selbstzweifel, Einsamkeit und Versagensängste würden ihn seit der Jugend beherrschen. Das passte so gar nicht zu seinem anderen Ich, das Abend für Abend auf Bühnen stand und die Menschen mit Comedy zum Lachen brachte. 1977 wurde Williams fürs Fernsehen entdeckt und 1978 brillierte als "Mork vom Ork". Das war der Startschuss für seine Weltkarriere mit zahlreichen Kinoerfolgen wie "Good Morning, Vietnam" (1987), "Hook" (1991) oder "Jumanji" (1995).

Das Zittern besiegelte das Karriere-Ende

Der bekannte Ausdruck "trauriger Clown" passte genau zu Robin Williams, den alle als fröhlichen unterhaltsamen, manchmal albernen Schauspieler wahrnahmen. Moderatoren von Talkshows schätzten ihn für seine Spontaneität. Sobald die Kamera aus, der Vorhang geschlossen war, kamen die trüben Gedanken. Er beschrieb das so:

Du stehst an einem Abgrund und schaust nach unten, da ist eine Stimme und die sagt: 'Spring'."

Falsche Diagnose hatte verheerende Folgen

Zwei Ehen scheiterten, nicht mal seine drei Kinder kamen an ihn heran. 2013 traten zusätzlich zu den psychischen Beschwerden erste körperliche auf. Der Gang wurde unsicherer, die linke Hand zitterte unkontrolliert und die Gesichts-Mimik entglitt ihm. Eine Katastrophe für einen Leinwandstar. Die Dreharbeiten zu "Nachts im Museum III" konnte er gerade noch abschließen. Dann kam die Schock-Diagnose Parkinson im Frühjahr 2014 und damit auch die starken Medikamente, die die Symptome lindern sollten.

Nach nicht mal einem halben Jahr fand Susan, seine letzte Ehefrau, ihn tot im gemeinsamen Haus. Nach der Autopsie kam heraus, dass er an der "Lewy-Körper-Demenz" litt, die völlig anders hätte behandelt werden müssen. Die Parkinson-Medikamente hatten seine Depression noch verschlimmert.

Dieser Artikel erschien zuerst in der aktuellen Ausgabe von "Frau mit Herz" - jede Woche neu am Kiosk!

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