Ruth Moschner: “Meine Sicht auf das Leben wird oft durch den Tod geschärft”
Für Ruth Moschner (50) ist ein runder Geburtstag kein Grund, sich zu verstecken: Im IN-Talk verrät sie, warum sie gerade jetzt sehr dankbar ist und welche Zukunftspläne sie schmiedet.
IN: "Sie sind gerade 50 geworden – hatten Sie Angst davor?
Ruth Moschner: “Nein.”
Hat sich damit etwas für Sie geändert?
”Ich mag das Älterwerden, weil ich immer mehr im Leben stehe und mir meiner Selbst immer bewusster werde. Ich habe in meinem aktuellen Buch ‘Die Fuckit-List Challenge’ erklärt, dass meine Sicht auf das Leben oft durch den Tod geschärft wird. Wenn ein geliebter Mensch aus meinem Umfeld oder auch eine Medienpersönlichkeit stirbt, erinnert mich das immer daran, mal Zwischenbilanz zu ziehen und zu überprüfen, wie sehr ich wirklich mein eigenes Leben führe und wie viel noch von außen aufgezwungen wird”, erklärt Moschner.
Hat dieses Alter beruflich und privat mehr Vor- oder Nachteile für Sie – und welche?
Ruth Moschner: “Je älter man wird, desto mehr versucht die Gesellschaft, einen unsichtbar zu machen. Das ist spannend, weil wir doch alle alt werden, aber eben nicht sein wollen. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich in meinem Alter frei entscheiden kann, welche Projekte ich mache. Ich werde immer wählerischer, das merke ich schon. Andererseits ist es auch völlig legitim, dass sich die Prioritäten verschieben. Deshalb liebe ich es auch, dass eine Marke wie Wooga mit mir das Spiel „Junes Journey“ bewirbt. Das passt einfach, weil auch die Hauptfigur neugierig und frei ist. Damit kann ich mich gut identifizieren.”
Wovon haben Sie als Kind geträumt?
“Wenn ich heute auf meine Kindheit zurückblicke, kann ich es kaum fassen, wie schön mein Leben geworden ist. Ich hatte zwar immer Vorstellungen, dass ich es hinkriegen würde. Dass es so gut wird, davon hätte ich aber nie zu träumen gewagt. Was wollen Sie in Ihrem Leben noch erreichen? Es gibt noch sehr viele Pläne. Anderseits, gefühlt habe ich schon Erlebnisse, die für drei Telenovelas reichen. Wenn ich also morgen abdanken sollte, was ich nicht vorhabe, kann ich dennoch auf ein erfülltes Leben zurückblicken. Ich habe nichts ausgelassen. Und dennoch viel vor”; so Ruth.
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Text von Julia Liebing
Verwendete Quellen: IN





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