Holpriges TV-Comeback für Stefan Raab: RTL räumt Fehler ein
Es sollte das TV-Comeback schlechthin werden: Als Stefan Raab (59) im Herbst 2024 nach seinem aufsehenerregenden Boxkampf gegen Regina Halmich sein großes TV-Comeback verkündete, waren die Erwartungen nahezu grenzenlos. RTL sicherte sich damals die Dienste des Kult-Entertainers für mehrere Jahre und versprach Großes. Doch der Start verlief holpriger als gedacht, das Format "Du gewinnst hier nicht die Million" floppte und der 59-Jährige und RTL mussten sich teils bitterböser Kritik und der Frage stellen, ob die Zeit des Entertainers möglicherweise einfach vorbei sei. Im Interview mit dem Nachrichtenportal "Der Standard" zog RTL-CEO Stephan Schmitter nun ein ehrliches Fazit - und gab Fehler rund um die Strategie bei Raabs Rückkehr zu.
RTL-Chef zieht selbstkritisches Fazit zu Raab-Comeback
So erklärte Schmitter offen, warum "Du gewinnst hier nicht die Million" - eine Kombination aus Raabs einstigen Erfolgsshows "tv total" und " Schlag den Raab" - in seinen Augen von Anfang an zum Scheitern verurteilt war:
Uralter Fehler beim Fernsehen. Hybride Sendungen haben noch nie funktioniert,
lautet das knallharte Urteil des Senderchefs rückblickend.
Durch den Hype und das Ausprobieren vieler neuer Ideen habe man die Messlatte selbst zu hoch gelegt: "Wir haben zu viel ausprobiert, die Erwartungshaltung hochgedreht und dann haben sich natürlich alle draufgestürzt. Dann kriegst du halt links und rechts ein paar Watschen", so Schmitter mit Blick auf weitere schwächelnde Formate wie "Die Unzerquizbaren". Auch diese Show konnte sich am Ende nicht durchsetzen.
"Wir haben viel gelernt"
Inzwischen habe ma bei RTL aber die richtigen Lehren aus dem holprigen Auftakt gezogen. Die Strategie lautet nun: Rückbesinnung auf das, was die Zuschauer von Raab seit Jahrzehnten sehen wollen: "Du musst solche Menschen, die eine ganze Epoche des Fernsehens geprägt haben, am Ende in die Situation bringen, die die Zuschauer auch erwarten", so Schmitter.
Deshalb habe man sich entschieden, den Kurs zu ändern und an alte Erfolge von Raab anzuknüpfen - beispielsweise in Form von Event-Shows, wie der "Jetski-WM". Doch auch das Format "Wer weiß wie wann was war?" würde gut angenommen werden - laut Schmitter also genau der richtige Weg: "Du siehst, was geht, wenn du dich auf das besinnst, was man von ihm erwartet. (…) Da haben wir jetzt viel gelernt."
Verwendete Quellen: Der Standard





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