Tom Kaulitz: "Wir wollten natürlich immer da raus"
Lieber nie wieder Musik machen, als noch einmal in der alten Heimat leben – dafür würden sich Tom Kaulitz (36) und Bill Kaulitz (36) entscheiden, wenn sie vor diese Wahl gestellt werden würden. Das sagten die Zwillinge jedenfalls in der ZDF-Sendung "Aspekte". Bereits in der 3. Staffel von "Kaulitz & Kaulitz" zogen die beiden ein bitteres Fazit über ihren damaligen Wohnort Loitsche, das in der Nähe von Magdeburg liegt. "Wir wollten natürlich immer da raus", betont Tom in der Sendung "Kulturkampf in Sachsen-Anhalt." Die Zwillinge hatten es nicht leicht, wurden gemobbt. Erinnerungen, die Mama Charlotte bereits in der Netflix-Show zum Weinen brachte, sodass sie sogar das Interview abbrechen musste.
"Da war ein extremer, extremer Hass"
Bill Kaulitz sagt, dass alleine das auffällige Aussehen der beiden gereicht habe, um sie anzugreifen. "Wir waren, sage ich mal, schon damals verhaltensauffällig, so wie heute. Also, wir waren sehr laut, sehr selbstbewusst und irgendwie rebellisch", so der Tokio-Hotel-Sänger. Wie weit der Hass ging? Das beschreibt Bill wie folgt:
Ja, Leute wollten auf uns draufpinkeln und uns die Zähne austreten. Das war schon krass. Da war ein extremer, extremer Hass.
Zu damaligen Zeiten seien die Looks der Tokio-Hotel-Stars einfach extrem gewesen und viele Leute aus dem Dorf kamen damit offenbar nicht klar. "Tom hatte Dreadlocks und ein 'Nazis raus'-T-Shirt an, und ich hatte schwarze Haare, Make-up und Fingernägel. Und da waren die Leute sehr überfordert natürlich, gerade zu der Zeit." Der Alltag der Familie richtete sie dementsprechend gegen den Hass. "Wir wurden schon immer abgeholt, unser Stiefpapa musste uns abholen – mit dem Hund, mit dem Baseballschläger", erinnert sich Bill Kaulitz. "War eine aufregende Zeit", ergänzt Tom Kaulitz.
Verwendete Quellen: Aspekte





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